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Bei diesen Gesundheitsdaten ist Neubrandenburg spitze

Die Viertorestädter sind seltener krank als alle anderen Mecklenburger und Vorpommern. Eine schwache Stelle gibt es aber dennoch.

Krankschreibungen: Neubrandenburg liegt erfreulicherweise unter dem Durchschnitt. 
Arno Burgi Krankschreibungen: Neubrandenburg liegt erfreulicherweise unter dem Durchschnitt. 

Stabil, stabiler, Neubrandenburger. Die Einheimischen sind psychisch robuster als die Einwohner anderer Städte und Regionen. Immerhin: Mit 3,9 Prozent liegen psychische Erkrankungen in Neubrandenburg unter dem Bundesdurchschnitt. Darauf machte gerade Regionalgeschäftsführer Roland Eifel bei der Vorstellung einer aktuellen Auswertung der Barmer-Krankenkasse zur Arbeitsunfähigkeit aufmerksam.

Alle anderen Krankheiten betrachtet, schneiden die Neubrandenburger auch besser ab als der Durchschnitt in Mecklenburg-Vorpommern. Der Krankenstand lag hier im vergangenen Jahr bei 5,1 Prozent, im ganzen Nordosten betrug die Zahl 5,6 Prozent. Allerdings – 2014 kamen auf 100 Krankenversicherte 1859 Tage, an denen Arbeitnehmer an ihren Arbeitsplätzen aus gesundheitlichen Gründen fehlen musste. Deutlich mehr als der Bundesdurchschnitt hergibt.

Als „Achillesferse“ unter den Neubrandenburgern, so die Analyse der Krankenkasse, gelten in der Viertorestadt Erkrankungen im Bereich des Muskel- und Skelettsystems. Auf 100 versicherte kommen allein dabei 424 Krankheitstage im Jahr. Roland Eifel von der Barmer kennt das zur Genüge: „Bei unseren Analysen stellen wir häufig fest, dass die Beschäftigten insbesondere unter Rückenbeschwerden leiden. Oft ist Bewegungsmangel einer der Hauptgründe für diese Erkrankungen“.