Drohende Insolvenz abwenden:

Neubrandenburgs OB wirbt für Theatermodell der Regierung

Der neue junge Rathaus-Chef hat sein erstes Thema gefunden, mit dem er sich politisch in Stellung bringt. Ausgerechnet der Theater-Streit.

Neubrandenburgs OB Silvio Witt
NK-Archiv Neubrandenburgs OB Silvio Witt

Er habe einen Eid geleistet und sich verpflichtet, Schaden von der Stadt Neubrandenburg abzuwenden, sagt Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt am Donnerstag wenige Stunde vor der Sondersitzung der Stadtvertretung. Und deshalb hoffe er auf eine starke Mehrheit im städtischen Parlament, die sich in Sachen Theaterfinanzierung für das Modell der Landesregierung ausspricht - eine Fusion der Standorte Neubrandenburg, Neustrelitz, Greifswald und Stralsund. "Angesichts der drohenden Insolvenz der Theater- und Orchestergesellschaft Neubrandenburg und Neustrelitz bleibt keine andere Wahl." An der Gesellschaft ist die Stadt Neubrandenburg mit 50 Prozent, der Landkreis Seenplatte mit 40 und die Stadt Neustrelitz mit zehn Prozent beteiligt. Für deren Finanzierung hat die Stadt im laufenden Haushaltsjahr rund 2,9 Millionen Euro in den Etat eingestellt.

Donnerstag ab 16 Uhr beraten die Stadtvertreter der Viertorestadt darüber, ob sie sich dem Modell der Landesregierung oder dem Solidarmodell anschließen, das den Erhalt der Theater- und Orchester GmbH vorsieht.

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Kommentare (2)

Wenn man heute morgen die Print-Ausgabe des Nordkurier gelesen hat, kann man gar nicht glauben, dass heute eine Sondersitzung der Stadtvertretung zu diesem Thema stattfindet. Wir lesen über Menschen, die seit langem vermisst sind und Bushaltestellen, zu denen man einen Fußweg hat, Die Theaterreform scheint in Neubrandenburg kein Thema zu sein. Auch die Tatsache, dass die Stadtvertretung tagt, kein Wort wert. Liegt vielleicht auch daran, dass es in Neubrandenburg keine öffentliche Aufregung zu diesem Thema gibt. Es scheint alles gut zu sein ...

Hallo Frau Wegner, dann ist Ihnen unser großer Aufmacher auf Seite 4 entgangen. Als moderne Regionalzeitung legen wir großen Wert darauf, von der ersten bis zur letzten Seite Themen aus der Region zu bringen. Weiterhin viel Freude mit dem Nordkurier und viele Grüße! Simon Kaatz, Redaktion