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Neue Ausweise kosten Neubrandenburg mehr Geld

Die Stadtvertreter müssen über einen ungeplanten Griff in die Stadtkasse entscheiden, weil die Bundesdruckerei mehr Arbeit mit den Neubrandenburgern hat.

Die Antragsflut bei Ausweisen führt zu höheren Ausgaben für die Stadt. 
Tim Brakemeier Die Antragsflut bei Ausweisen führt zu höheren Ausgaben für die Stadt. 

Wegen der erhöhten Nachfrage bei neuen Personalausweisen und Reisepässen in diesem Jahr, viele alte waren abgelaufen, muss die Stadt Neubrandenburg tief in die Kasse greifen. Denn die geplanten 250  000  Euro für die Bundesdruckerei reichen bei weitem nicht aus. Im Rathaus rechnen die Verantwortlichen im Einwohnermeldeamt mit 115  000 Euro zusätzlich, die für die Anfertigung der neuen Dokumente an die Bundesdruckerei überwiesen werden müssen.

Allerdings – trotz des großen Andrangs auf die neuen Ausweise liegen die Einnahmen aus den Gebühren für die Ausstellung von Dokumenten derzeit im November noch unter den geplanten Zahlen. Mit 510 000 Euro hat man für das gesamte Jahr gerechnet, die Hoffnungen liegen jetzt auf den noch verbleibenden sechs Wochen. Geht alles gut und lassen alle Neubrandenburger, deren Personalausweise ihre Gültigkeit verlieren, diese erneuern, könnten bis Silvester sogar 30 000 Euro mehr in der Stadtkasse klingeln. Aber selbst das wird nicht reichen. Deshalb sollen die Ratsfrauen und Ratsmänner im Hauptausschuss der Stadtvertretung am Donnerstag einer überplanmäßigen Auszahlung in Höhe von 85 000 Euro an die Bundesdruckerei zustimmen.