Neues Müllsystem vor Start:

Neuwoges testet „anonymes“ Sparen

Die Wohnungsgesellschaft arbeitet in der Neubrandenburger Oststadt mit einem neuen Entsorger zusammen, um die Kosten zu senken. Wie aber soll es möglich sein, dass das jeder Mieter in seinem Portemonnaie spürt?

Das ist ganz neu: die Innotec-Mitarbeiter Michael Böhm (links) und Jürgen Kremkow sortieren den Müll vor der Abfuhr. 
Hartmut Nieswandt Das ist ganz neu: die Innotec-Mitarbeiter Michael Böhm (links) und Jürgen Kremkow sortieren den Müll vor der Abfuhr. 

Dass es auch in großen Wohngebieten möglich ist, Müll- und damit Betriebskosten zu sparen, will die Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft Neuwoges in der Oststadt beweisen. Seit Jahresbeginn arbeitet sie mit der Innotec Abfallmanagement zusammen, die bundesweit bereits 1,6 Millionen Einwohner betreut.

Innotec beweise seit langem, dass auch unter Bedingungen wie in der Oststadt so gespart werden kann, dass das jeder Mieter in seinem Portmonee spürt, berichtet Sven Bilinski, Neuwoges-Abteilungsleiter für Kundenbetreuung. Und Frank Benischke, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft, ergänzt: „Innotec analysierte vorher das Müllaufkommen in der Oststadt und startete einen Testlauf. Dabei stellten die Fachleute fest, dass es ein hohes Einsparpotenzial gibt.“

Und wie funktioniert das Sparen, wie kann dazu jeder Mieter beitragen? Innotec-Mitarbeiter Michael Böhm schließt am Container-Standplatz in der Humboldtstraße 19 einen Container, der für Restmüll bestimmt ist, auf. Nach kritischem Blick fischt er jede Menge Papier und Flaschen heraus. „Das gehört nun ganz und gar nicht hier rein. Und das demonstriert auch gleich die Grundlage für das Sparen: das bessere Sortieren. Dadurch wird beim Restmüll Volumen, werden also Kosten gespart“, erklärt er. Mit seinem Kollegen Jürgen Kremkow ist Michael Böhm zurzeit in der Oststadt unterwegs, um den Müll vorzusortieren. Allerdings können die beiden Mitarbeiter des Entsorgers den Mietern nicht die ganze Sortierarbeit abnehmen. Darum weisen sowohl die Neuwoges als auch die Innotec darauf hin, dass alle Mieter unbedingt mithelfen müssen, wenn rentabel gespart werden soll.

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Kommentare (1)

Wie man die Mieter motiviert Müll zu trennen könnte sich die Neuwoges bei den Chip-Tonnen der Neuwoba in der Oststadt ansehen, bei der die Kosten für den Abfall über das Gewicht genau auf die einzelnen Mieter umgelegt werden. Dann landet kaum noch schweres Glas oder Papier in der Restmülltonne sondern in den dafür vorgesehenen Wertstoffbehältern.