Einweihung und Spendenübergabe :

Nicht nur der neue Kunstrasenplatz sorgt für Glückgefühle

Schick, aber teuer: Um das Projekt Kunstrasenplatz perfekt zu machen, legt die Stadt Altentreptow ordentlich Geld obendrauf. Eine „lebende Legende“ gibt dem Platz ihren Namen. Zwei Familien durften sich am Rande des Rummels über Finanzspritzen freuen.

Bild rechts: Bürgermeister Volker Bartl (rechts) und Vereinschef Günter Westphal schnitten das symbolische Band in einem Tor durch.
Anke Brauns Bild rechts: Bürgermeister Volker Bartl (rechts) und Vereinschef Günter Westphal schnitten das symbolische Band in einem Tor durch.

Die offizielle Einweihung des Kunstrasenplatzes verschlief der anderthalbjährige Simon in seinem Kinderwagen, genau so wie die Enthüllung der Tafel, auf der der Name des neu gestalteten Sportareals steht. Beim für ihn wichtigsten Teil wachte der Knirps zwar langsam auf, muckste sich aber nicht, als Axel Polchow, Trainer beim Fußballverein FSV 90, seiner Mutter Franziska Hopfgarten einen Umschlag mit 350 Euro in die Hand drückte.

Simon ahnte nicht, was der Auflauf am Treptower Sportplatz am Tag der Deutschen Einheit 2014 zu bedeuten hatte. Aber einen neuen Kunstrasen kriegt man schließlich nicht alle Tage. Zum Glück habe man vor der Erneuerung des Platzes ein benachbartes Grundstück dazukaufen können, erklärte Bürgermeister Volker Bartl (CDU). Dadurch konnte der Platz breiter gebaut werden und ist jetzt punktspieltauglich. „Wir konnten Zuschauerplätze und Spielerkabinen errichten und werden im Herbst auch noch anfangen, den Parkplatz mit 45 Stellplätzen neu zu gestalten.“

Durch die Extras wird das Vorhaben allerdings deutlich teurer. War man noch zu Beginn des Jahres von rund 480 000 Euro Kosten ausgegangen, zu denen das Land 400 000 Fördermittel beisteuerte, werden es nun inklusive Parkplatz 640 000 Euro. „Aber es lohnt sich für diese Stadt“, befand Bartl.

Das neue Schmuckstück trägt sogar einen Namen. Der Hauptausschuss der Stadtvertretung hat beschlossen, den Platz „Günter-Westphal-Sportplatz“ zu nennen. Dem 70-Jährigen, der seit seinem zwölften Lebensjahr in Altentreptow Fußball spielte und schon fast 40 Jahre Vorsitzender ist, habe der Verein viel zu verdanken.

Zwei Familien freuen sich über Finanzspritze

Während der Nachwuchs den Platz bei einem Turnier in Beschlag nahm, hatte Trainer Axel Polchow noch eine angenehme Aufgabe. Er übergab an zwei Mütter aus Tützpatz je 350 Euro. Das Geld ist durch zahlreiche Spender vor allem bei einem Landesklassen-Pokalspiel zusammen gekommen, nachdem Polchow zuvor für die sogenannte „Ice Bucket Challenge“ nominiert worden war.

Polchow wollte seine Spende Kindern der Region zugute kommen lassen. Er nahm Verbindung zum Kinder- und Jugendhilfezentrum des DRK auf und dort vermittelte man den Kontakt zu zwei Familien, die mit wenig Geld über die Runden kommen müssen und gesundheitliche Sorgen haben. Katja Meinings Tochter Laura ist zu früh geboren und hat mit fast drei Jahren noch große Entwicklungsrückstände, kann zum Beispiel nicht allein laufen. Franziska Hopfgartens Sohn Simon steht mit seinen anderthalb Jahren schon die siebte Operation bevor, weil er mit Fehlbildungen und Herzfehler geboren wurde, wie sie erzählt. Die Spenden können beide Familien gut gebrauchen.

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