Pläne für die Seenplatte konkret:

Hier könnten neue Windräder stehen

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte tut etwas für die Energiewende und weist neue Areale aus, auf denen die ungeliebten „Spargel“ wachsen könnten. Jetzt sind die Bürger dran. 

Die Mehrzahl der Deutschen lehnt weitere Windparks in der Landschaft ab und favorisiert Anlagen auf dem Meer. In der von Tourismus geprägten Seenplatte dürfte die Diskussion besonders heiß werden.  
Bernd Wüstneck Die Mehrzahl der Deutschen lehnt weitere Windparks in der Landschaft ab und favorisiert Anlagen auf dem Meer. In der von Tourismus geprägten Seenplatte dürfte die Diskussion besonders heiß werden.  

Der Regional­verband Mecklenburgische Seenplatte hat nach einer selbst auferlegten Schweigephase nun auf seiner Internetseite 22 neue Eignungs­gebiete für Wind­energieanlagen veröffentlicht. Sie liegen fast ausschließlich im Norden des Landkreises. Touristische Schwerpunktbereiche sind ebenso wenig berührt wie dichter besiedelte Gebiete.

Damit hat sich die Zahl der Areale in der Region, die dem Kriterienkatalog für Windkraftanlagen entsprechen, verdoppelt. Gut 4000 Hektar stehen jetzt zur Verfügung, 300 „Spargel“ sind bereits in Betrieb. Sogenannte „harte Tabukriterien“ sind unter anderem Wohn-, Erholungs- und Tourismusgebiete, Vorranggebiete des Naturschutzes und der ­Landschaftspflege wie der Müritz-Nationalpark, Bio­tope und Vogelschutzgebiete sowie Bau- und Boden­denkmale.

Ende Januar kommenden Jahres setzt die öffentliche Beteiligung ein. In Einwohnerversammlungen soll ver­deutlicht werden, wie Kommunen und Bürger vom Ertrag der Windkraftanlagen profitieren können. Der Planungsverband hofft, damit einer wachsenden Abneigung gegen die „Windmühlen“ begegnen zu können.

 

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