Härtetest für den Beruf Feuerwehrmann:

Nur sechs Anwärter kommen durch

Quälende Tests müssen die künftigen Berufsfeuerwehrmännern schaffen. Trotzdem bewerben sich mehr als einhundert für die wenigen Ausbildungsplätze.

Teil 4 des Feuerwehrtests: Christian Braun schleift auf dem Parcours laufend ein 15 Kilogramm schweres Gewicht hinter sich her.
Hartmut Nieswandt Teil 4 des Feuerwehrtests: Christian Braun schleift auf dem Parcours laufend ein 15 Kilogramm schweres Gewicht hinter sich her.

Allein beim Lesen der Testbedingungen bekommt mancher den Mund nicht mehr zu: 3000 Meter laufen, Klimmzüge, Pendellauf mit Medizinbällen sind dabei nur der Anfang. „Danach waren schon zehn der 34 Bewerber raus“, erklärt Frank Bühring, Chef der Neubrandenburger Berufsfeuerwehr. Er leitete den Eignungstest, zu dem die Anwärter für die Ausbildung zum Brandmeister antraten. Sie kamen aus Neubrandenburg und Umgebung und sogar aus Leipzig, Düsseldorf und Minden.

Was treibt die jungen Leute, die höchstens 32 Jahre alt sein dürfen, zu den Tests? Sie spüren eine Berufung zum Helfer in der Not und suchen die soziale Sicherheit als Beamte, antwortet der Feuerwehrchef auf diese Frage.

Wie geht es dann weiter, wenn der letzte Mann - geeignete Bewerberinnen waren diesmal nicht dabei - von der Drehleiter gestiegen ist? Insgesamt gab es über 100 Bewerbungen, 58 von ihnen wurden zum schriftlichen Leistungstest, der ebenfalls zum Procedere gehört, eingeladen. Nach dem Feuerwehrtest prüft ein Arzt die Anwärter auf Herz und Nieren. „Und dann laden wir die zwölf Besten zum persönlichen Bewerbergespräch ein. Einstellen wollen wir im kommenden Jahr sechs von ihnen“, erläuterte Frank Bühring.