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OB wirbt in Bayern um Investoren

Neubrandenburgs Verwaltungschef hat sich in München als Vermarkter versucht. Er hat potenziellen Interessenten Flächen für Gewerbe in Trollenhagen schmackhaft gemacht.

Da wurde sie eingerollt in Trollenhagen, die Truppenfahne. Wo einst die Luftwaffe resdierte, soll sich nun Gewerbe ansiedeln.
NK-Archiv Da wurde sie eingerollt in Trollenhagen, die Truppenfahne. Wo einst die Luftwaffe resdierte, soll sich nun Gewerbe ansiedeln.

Warum sollte sich Industrie in Trollenhagen niederlassen, wo bis vor gar nicht langer Zeit noch dröhnende Maschinen der Luftwaffe gestartet und gelandet sind? Genau das hat Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) gerade auf einer Immobilienmesse in München zu erklären versucht. „Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, die das Gelände von der Bundeswehr zur Vermarktung übernimmt, hat dort auf einer Extra-Veranstaltung für die Flächen in Trollenhagen geworben. Und dabei habe ich auch Rede und Antwort gestanden.“

An den Mann gebracht hat der OB indes noch nichts. „Die Messe in Bayern gilt auch eher als eine Art Anbahnungs-Veranstaltung. Potenzielle Investoren sollen neugierig gemacht und auf die Möglichkeiten des Areals hingewiesen werden.“ Er selbst habe in München vor allem Antworten auf Fragen zu Neubrandenburg, der hier schon ansässigen Industrie und den Lebensqualitäten der Stadt geben müssen. 

Die auf die Untersuchung von Standorten, die von der militärischen in zivile Nutzung übergehen, spezialisierte Firma GKU Standortentwicklung hat dem 430 Hektar großen Areal in und um die Kasernen und das Rollfeld in Trollenhagen gute Verwertungsbedingen prophezeit. So gebe es zwar auch in Mecklenburg-Vorpommern ein Überangebot an Gewerbeflächen, aber keine in unmittelbarer Nähe zu einem funktionsfähigen Rollfeld wie jene in Trollenhagen. Die Standortbedingungen dort seien hervorragend, so das abschließende Urteil.

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