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Ohne Neustart droht Grischower Wehr das Aus

VonAnke BraunsZu wenig Kameraden, keine Ausbildung: Wenn die Grischower Feuerwehr nicht bald aus den Puschen kommt, droht ihr die Stilllegung oder ...

VonAnke Brauns

Zu wenig Kameraden, keine Ausbildung: Wenn die Grischower Feuerwehr nicht bald aus den Puschen kommt, droht ihr die Stilllegung oder Abmeldung.

Grischow.Fast genau zwei Jahre ist es her, dass es mit der Wahl einer neuen Wehrführung Hoffnung auf bessere Zeiten für die Freiwillige Feuerwehr in Grischow gab. Auch wenn sie nach wie vor nicht einsatzbereit war (der Nordkurier berichtete). Die Situation bei der Wehr ist jedoch bis heute „nicht befriedigend“, wie Bürgermeister Peter Driemecker während der jüngsten Gemeindevertretersitzung sagte. Bei einem gemeinsamen Gespräch mit Amtswehrführer und Verwaltung sei klar geworden, dass die Wehr „stark gefährdet“ sei. Es gibt zwar engagierte Kameraden, aber zu wenige. Zwölf sind registriert, zur jüngsten Beratung kamen sechs. Die Einsatzbereitschaft am Tage und in der Woche sei stark eingeschränkt und es habe seit Längerem keine Ausbildung gegeben, zählte Driemecker auf. Die Aufgabe sei damit klar, man müsse einen Neuanfang starten, sagte er. Er setze Mitte Mai als Termin. Wenn es nicht bald ein positives Ergebnis gebe, „erfolgt von Amts wegen die Stilllegung oder Abmeldung, dann ist total Schluss“.
Neuanfang heißt für den Bürgermeister zum einen, die Kameraden zu motivieren, dass sie Ausbildungen absolvieren. „Übung ist sehr wichtig, der alte Ausbildungsstand reicht nicht aus“, betonte er. Die Feuerwehr Werder, in der auch schon einige Grischower Kameraden tätig seien, würde gemeinsame Ausbildung anbieten. „Aber die Kameraden hier sind noch nicht so damit einverstanden“, erklärte er. Die zweite Aufgabe sei die Gewinnung neuer Kameraden. Gemeindevertreter Harms Frese hat Zweifel, ob das gelingt.
Anders gehe es aber nicht, beharrte der Bürgermeister. Eine Feuerwehr gehöre eigentlich ins Dorf. Die Kameraden aus Werder hätten sich auch bereit erklärt zu helfen, die Sache in Grischow wieder anzuschieben. „Die Alternative ist, die Wehr aufzugeben und die Aufgaben an eine andere Wehr zu übertragen“, so der Bürgermeister.

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