Auf dem Ring wird es eng:

Stau in Neubrandenburg wegen AfD-Demo befürchtet

Die Alternative für Deutschland will marschieren. Weil die gegen „Asyl-Chaos“ demonstriert, droht dann möglicherweise ein Chaos auf Neubrandenburg Hauptverkehrsstraße.

Eine offizielle Kundgebung als Gegenveranstaltung zur AfD-Demonstration am Sonnabend in Neubrandenburg ist bisher noch nicht angemeldet worden. 
Susanne Schulz/Archiv Eine offizielle Kundgebung als Gegenveranstaltung zur AfD-Demonstration am Sonnabend in Neubrandenburg ist bisher noch nicht angemeldet worden. 

Autofahrer müssen sich am Sonnabend auf eine Geduldsprobe einrichten. Am Nachmittag beansprucht die Alternative für Deutschland (AfD) die Neubrandenburger Innenstadt für sich. Und deren Organisatoren wollen, neben einem Marsch durch die City an den noch geöffneten Läden vorbei, auch über den Friedrich-Engels-Ring marschieren. „Wegen der Durchführung einer Demonstration kommt es zu Verkehrsraumeinschränkungen im Stadtgebiet von Neubrandenburg“, heißt es aus dem Rathaus der Viertorestadt. Betroffen seien die Innenstadt und auch der Friedrich-Engels-Ring. Der Demonstrationszug werde sich auf der Fahrbahn bewegen. Alle Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die veränderten Verkehrsbedingungen zu beachten, heißt es weiter.

Für die Polizei keine ganz große Geschichte. Die Absicherung der angemeldeten Veranstaltung sei eine „Revierlage“, so eine Sprecherin der Polizeiinspektion auf Nachfrage. Mit anderen Worten: Die Polizei sieht keine Notwendigkeit, Kollegen von auswärts anzufordern. Alles könne, so der jetzige Stand der Dinge, mit dem Personal aus dem Neubrandenburger Polizeihauptrevier bewältigt werden.

Zumal sich bisher, Stand Donnerstag Nachmittag, auch noch niemand gefunden hat, der beim Ordnungsamt des Landkreises eine Kundgebung als Gegendemonstration zu der Veranstaltung, deren Teilnehmer gegen „Asyl-Chaos“ protestieren wollen, angemeldet hat. Dies könne sich aber, so eine Sprecherin der Kreisverwaltung, „stündlich ändern“. Noch sei ja genügend Zeit dafür.

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Kommentare (1)

warum soll das eine große Geschichte für die Polizei werden. In Dresden, Stollberg, Zwickau ziehen oft tausende Menschen friedlich durch die Straßen und bringen ihren Protest zum Ausdruck. Aber vielleicht haben die Sachsen auch eine andere Demonstrationskultur.