Regelmäßige Gesprächsrunden für psychisch Kranke, Angehörige und Profis:

Partnersuche mit seelischem Knacks ist doppelt so schwer

Immer mehr Menschen leben allein, aber viele von ihnen hätten gern einen Partner an der Seite. Leidet ein Single unter Depressionen, Ängsten oder anderen psychischen Erkrankungen, ist es doppelt schwer, jemanden zu finden, der das „Anderssein“ akzeptiert. Wie es trotzdem gelingen kann, ist Thema einer Gesprächsrunde im Rahmen des „Gesprächsforums seelische Gesundheit Neubrandenburg“.

Eine Partnerschaft mit einem psychisch kranken Menschen ist nicht leicht. Darunter leiden die Betroffenen stark. In einem Forum in Neubrandenburg können sich Interessierte darüber austauschen.
Andrej Korzhycz Eine Partnerschaft mit einem psychisch kranken Menschen ist nicht leicht. Darunter leiden die Betroffenen stark. In einem Forum in Neubrandenburg können sich Interessierte darüber austauschen.

Über das Thema "Singles und psychische Erkrankungen" bietet am 9. September um 17 uhr in der Selbsthilfekontaktstelle des DRK in der Robert-Blum-Straße 32 ein Forum an. Dabei gehe es nicht um Schuldzuweisungen oder gar um Vorwürfe. Bei den Gesprächsrunden des "Gesprächsforums seelische Gesundheit Neubrandenburg" sollen sich die Menschen austauschen - und zwar auf Augenhöhe. Eingeladen sind psychisch kranke Menschen, deren Angehörige und Freunde, professionell Tätige und Interessierte. "Wir hätten gern alle an einem Tisch, damit das Thema nicht stigmatisiert wird", sagt Holger Hollerbaum vom Landesverband Seelische Gesundheit.

Partnersuche ist schon für gesunde Menschen nicht gerade einfach. Bei psychisch kranken Menschen gestaltet es sich jedoch noch etwas schwieriger. Der Umgang mit ihnen ist schwierig – Stimmungsschwankungen, Antriebslosigkeit, Nebenwirkungen der Psychopharmaka – und so fällt es vielen potenziellen Partnern schwer, sich auf eine solche Beziehung einzulassen. Dazu kommt dann die Stigmatisierung: „Psychisch kranke Menschen haben nicht alle Latten am Zaun, sind faul und unberechenbar“, so Hollerbaum.

Da die Platzkapazität begrenzt ist, wird um Anmeldung unter Telefon 0395 5603955 oder per E-Mail an selbsthilfe@neubrandenburg.drk.de gebeten. Weitere Themen sind am 4. November um 17 Uhr "Ist Nein sagen erlernbar?" und am 9. Dezember "Bewältigungsstrategien nach dem Klinikaufenthalt".

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung