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Pegel des Tollensesees sinkt

Die Kapitäne der Ausflugsschiffe auf dem Neubrandenburger See haben zunehmend Probleme, die Möwen dagegen lieben niedriges Wasser.

Der ausbleibende Regen macht auch dem Tollensesee zu schaffen. 
Stephan Radtke Der ausbleibende Regen macht auch dem Tollensesee zu schaffen. 

Um mindestens 25 Zentimeter ist die Wasseroberfläche des Tollensesees in Neubrandenburg schon gesunken. So jedenfalls die Einschätzung des Kapitäns des Ausflugdampfers "Mudder Schulten", Eckhard Lüdemann. "Wir merken das schon beim Einsteigen unserer Fahrgäste - das Schiff liegt viel tiefer als normal." Vorsicht ist zudem schon an manchen Orten geboten. Wenn das Schiff mit gut 100 Passagieren gut gefüllt ist, müsse man in der flachen Kanalzufahrt in die Lieps, den südlichen Teil des Tollensesees, schon gut aufpassen.

Das wegen der Wasserknappheit breiter werdende Ufer passt dagegen den Möwen gut in den Kram. Kapitän Lüdemann beobachtet täglich, wie die Raubvögel dort jetzt besser Muscheln erobern können, die sie dann aus großer Höhe über dem Bootsanlegersteg fallen lassen, um die harten Schalen zu knacken.