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Pfandflaschen-Diebe machen Gärtner wütend

Erneut haben bisher Unbekannte zwei Neubrandenburger Kleingartenanlagen ins Visier genommen. Sie brechen Lauben auf und haben es wohl auf Pfandflaschen abgesehen. Der dabei entstandene Schaden bringt die Kleingärtner auf die Palme.

Klaus-Günter Schröder, Chef der Kleingärtner vom Verein "Am Chausseehaus", zeigt, wie die unbekannten Täter die Tür aufgebrochen haben. 
Thomas Beigang Klaus-Günter Schröder, Chef der Kleingärtner vom Verein "Am Chausseehaus", zeigt, wie die unbekannten Täter die Tür aufgebrochen haben. 

Mindestens zehn Gärten haben Einbrecher in den vergangenen Tagen in der Anlage „Am Chausseehaus“ im Norden Neubrandenburgs heimgesucht und Lauben aufgebrochen. „Das sind aber garantiert noch mehr“, glaubt der Chef der Kleingärtner aus der Anlage, Klaus-Günter Werner. „Überall das gleiche Schema“, zeigt Werner auf die Laubeneingänge. „Kuhfuß angesetzt und aufgebrochen.“ Auch sein eigenes Gartenhäuschen war Ziel der Einbrecher. „Zum ersten Mal. Aber bei meinem Nachbarn sind die Ganoven schon drei Mal eingestiegen. Der hat die Nase voll.“ Werner selbst hat Anzeige bei der Polizei erstattet. „Die Ermittler kommen aber schon gar nicht mehr raus, um sich die Tatorte anzusehen“, wundert sich der Gärtner.

Der auch über die Beute der Diebe in seinem Garten mächtig staunt. „Zwei Pfandflaschen sind verschwunden. Bitteschön – sollen sie haben.“ Aber die Schäden an der Tür, die wurmen den Mann schon.

Nicht zum ersten Mal wurden Kleingärten in Neubrandenburg heimgesucht. Bereits am ersten Januarwochenende waren Kriminelle unterwegs und trieben ihr Unwesen.

In den jüngsten Fällen beläuft sich der bis dato aufgenommene Sachschaden auf rund 800 Euro, sagt Polizeisprecherin Eike Wiethoff auf Nachfrage. Denn auch in der Kleingartenanlage „Trockener Weg“ waren Einbrecher zu Gange. „Sie scheinen etwas gesucht zu haben“, gibt Eike Wiethoff Aussagen geschädigter Kleingärtner wieder. Die Polizei ermittelt.