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Pflegeangebot entlastet berufstätige Angehörige

VonIngmar NehlsIn ein Pflegeheim wollte Gabriele Kurschus ihre Mutter nicht abgeben. Ihren Beruf wollte die Ärztin aber auch nicht ...

Gabriele Kurschus (rechts) ist froh, dass sie mit Jana Ritter von der Tagespflege des DRK einen guten Partner für die Pflege ihrer Mutter hatte. [KT_CREDIT] FOTO:nehls

VonIngmar Nehls

In ein Pflegeheim wollte Gabriele Kurschus ihre Mutter nicht abgeben. Ihren Beruf wollte die Ärztin aber auch nicht aufgeben.

Neubrandenburg.„Mir hat es sehr geholfen, dass ich gewusst habe, dass meine Mutter gut aufgehoben und versorgt wird“, erzählt Gabriele Kurschus. 92 Jahre ist ihre Mutter alt geworden. Sie selbst ist 64, also auch kurz vor dem Rentenalter. Durch den höheren Lebensstandard und die gute medizinische Versorgung werden die Menschen älter. Für die Angehörigen bedeutet dies aber auch eine längere Zeit, in der sie sich um die Pflege kümmern müssen. „Meine Mutter wollte nie in ein Heim“, sagt Gabriele Kurschus. Ihren Job aufzugeben und sich zu Hause um die Mutter zu kümmern, so wie es sich die Mutter idealerweise ausmalte, konnte und wollte die Frauenärztin aber auch nicht. Ihr Ehemann ist Rechtsanwalt. Geht wie sie früh aus dem Haus und kommt am Abend erst wieder zurück.
Bis zum Tod ihres Vaters wohnten die Eltern in einer Drei-Raum-Wohnung. Dann zog die Mutter in das betreute Wohnen des DRK am Torfsteg. Eigene kleine Wohnung und Hilfe, wenn man sie braucht. Dort wurde dann auch die Tagespflege des DRK eröffnet. „Meine Mutter hat das mitbekommen und sich im Prinzip fast selbst angemeldet“, erzählt Gabriele Kurschus.
Zunächst nutzte sie das Angebot an drei Tagen, später dann an fünf. „Sie war unter Leuten, man beschäftigte sich mit ihr, unternahm Spaziergänge und Ausflüge“, sagt Gabriele Kurschus. Für sie sei es auch wichtig gewesen, mit der Tagespflege eine Anlaufstelle zu haben, die sie über den Gesundheitsstand und Beschwerden der Mutter informierte. Der ambulante Pflegedienst hat sich am Morgen um die Rentnerin gekümmert. Dann wurde sie von der Tagespflege abgeholt und auch wieder in die Häuslichkeit gebracht, wo dann der ambulante Pflegedienst vorbeischaute. Mit 64 Jahren macht sich natürlich auch Gabriele Kurschuss Gedanken. Ihre beiden Kinder wohnen in Rostock. „Sie werden mich schwer versorgen können“, sagt die Ärztin. Informationen zum Angebot der Tagespflege des DRK gibt es unter : 0395/5696230.

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i.nehls@nordkurier.de