Hotelquartier ist nun "Block 16":

Pläne für die City kommen bei Politikern gut an

Stadtpolitiker und Verantwortliche im Rathaus zeigen sich vom Millionenprojekt für die Bebauung am Marktplatz und an der Glinekestraße beeindruckt. Vor allem freut sie das Vertrauen in den Standort Neubrandenburg.

Hier ist der Neubau am Marktplatz aus verschiedenen Perspektiven zu sehen. Besonders gut zu erkennen: Das ungewöhnlich schiefe Dach.
Architekturbüro Kunst+Herbert Hier ist der Neubau am Marktplatz aus verschiedenen Perspektiven zu sehen. Besonders gut zu erkennen: Das ungewöhnlich schiefe Dach.

Die ersten Reaktionen auf die Pläne für die Bebauung zwischen Marktplatz und Konzertkirche sowie ein neues Hotel direkt am HKB fallen überwiegend positiv aus. Nach dem Abriss des Hotels „Radisson Blu“ soll an gleicher Stelle ab dem kommenden Jahr ein neues Einkaufszentrum mit rund 6600 Quadratmetern Handelsflächen entstehen. Außerdem ist der Bau eines Lebensmittelhändlers mit einem viergeschossigen Parkhaus geplant. Zudem wurden Pläne für ein Hotel neben dem HKB, direkt an der Glinekestraße, präsentiert.

Bei den Stadtvertretern kamen die millionenschweren Bauprojekte für die Innenstadt gut an. Aus Sicht von Marco Messner (CDU), Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses, werden mit dieser Planung mehrere Probleme mit einem Schlag gelöst geschlagen. Er nennt hier die Verbindung der Handelsflächen zwischen Turmstraße und Marktplatz-Center, den von den Innenstadtbewohnern gewünschten zweiten Lebensmittelhändler, das benötigte City-Hotel und die Entspannung der Parkplatz-Situation. Das Parkhaus sei auch wichtig für Besucher des Ärztehauses und der Konzertkirche. „Eine zeitgemäße urbane Entwicklung im Epizentrum der Stadt“, so bezeichnet er die Pläne. Vor allem freut ihn das große Vertrauen der Investoren in die Stadt Neubrandenburg, die sich nach intensiver Prüfung des Standortes für dieses millionenschwere Projekt entschieden haben.

Messners Begeisterung zieht sich auch durch andere Fraktionen. Michael Hinzer (Linke) zeigte sich „hoch beeindruckt“ von den Plänen. Er wies aber darauf hin, dass sich das Parkhaus gegenüber der Konzertkirche durch eine hochwertige Fassade auszeichnen müsse. Joachim Lübbert sagte unter anderem, er sei „angenehm überrascht“ und beeindruckt von der Zuversicht der Investoren in den Standort Neubrandenburg.

Investoren sehen Potenzial von 600 000 Kunden

Martin Ahrens von der Achim Griese Treuhandgesellschaft kann dieses Vertrauen begründen: Im Umkreis von Neubrandenburg wohnen rund 600 000 Menschen, die die Stadt in rund einer Dreiviertelstunde erreichen können. Die verfüge über eine ungewöhnlich hohe Zentralität. Man sei davon überzeugt, dass die Stadt noch weitere Potenziale habe. Dieser Eindruck habe sich nach vielen Gesprächen mit den Menschen in der Stadt noch verstärkt.

Im übrigen sind die Investoren davon abgekommen, die Fläche am Marktplatz „Hotelquartier“ zu nennen. Schließlich wird es an dieser Stelle kein Hotel mehr geben. Ihr Arbeitstitel für die Fläche heißt momentan schlichtweg „Block 16“. Der Grund dafür ist einfach: Die Innenstadt ist im städtebaulichen Rahmenplan in die Blöcke 1 (am Franziskanerkloster) bis 26 (südlich der Pfaffenstraße) unterteilt. Südlich des Marktplatzes befindet sich der Block 16.

Aus Sicht von Frank Renner, im Rathaus Abteilungsleiter für Stadtentwicklung, wird mit dem geplanten Einkaufszentrum ein bislang bestehender Mangel behoben – nämlich die Unterbrechung der Einzelhandelsflächen zwischen Turmstraße und Marktplatzcenter beziehungsweise Treptower Straße. Der Neubau hätte hier eine „Scharnierfunktion“. Auch das neue Hotel in der Innenstadt begrüßt der Fachmann. Die vorliegenden Pläne müssten aber von Rathaus und Stadtvertretung noch eingehend geprüft werden.

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Kommentare (3)

„Eine zeitgemäße urbane Entwicklung im Epizentrum der Stadt." „hoch beeindruckt“ „Scharnierfunktion“ 6600 m² Handelsfläche. Das alles kann nicht ernst gemeint sein! Ein schäbiger Block im Herzen der Stadt wird durch einen anderen ersetzt. Status quo in Neubrandenburg. So sieht keine tragfähige Innenstadtentwicklung der Zukunft aus!

Ein toller Fachmann der nur im Namen der Investoren spricht. Super Scharnierfunktion :-).

Ein Einkaufszentrum mit eigenem Parkhaus wird nur dazu führen dass den Einzelhändlern in der Turmstrasse durch noch mehr Konkurrenz die Kunden irgendwann ganz wegbleiben werden. Wozu sollen sich denn die Leute noch auf den Weg machen wenn sie alles bequem vor der Nase bzw. dem Parkplatz (oder falls nötig direkt am Marktplatz) haben?