Warten aufs Geld:

Pläne für Kulturpark stagnieren

Wie geht es mit dem Neubrandenburger Kulturpark in diesem Jahr weiter? Wünsche gibt es viele. Doch noch fehlen die Fördermittel.

Die Stadt Neubrandenburg will sich in diesem Jahr auf die Aufwertung des Spielplatzes mit dem Stier konzentrieren.
Paulina Jasmer Die Stadt Neubrandenburg will sich in diesem Jahr auf die Aufwertung des Spielplatzes mit dem Stier konzentrieren.

Dass Bäume verschwinden, aber auch neue gepflanzt werden – solche Pläne werden im Kulturpark auch in diesem Jahr in die Tat umgesetzt, wie Jan Brauns, Verantwortlicher für das Stadtgrün, sagt. So sollen bis März im Bereich des Werderbruchs weitere Plänterungsarbeiten durchgeführt werden. „Das heißt, Gehölze werden aus einem engen Bestand herausgenommen“, erläutert er. Es sollen Sichtachsen freigelegt werden. Einzelne Baumrodungen und -pflegearbeiten stünden weiterhin an.
Dabei gehe es in erster Linie um die nötige Verkehrssicherheit. Doch auch Neupflanzungen von Bäumen und Sträuchern habe die Stadt auf dem Zettel. Die sollen in der Nähe der Stadthalle, am Badehaus und in Ufernähe realisiert werden. Mehr soll laut Aussage von Jan Brauns in diesem Jahr zunächst nicht anstehen.

Doch was ist mit den fünf Millionen Euro aus einem deutsch-polnischen Projekt geworden? Im vergangenen Mai war bekannt geworden, dass die Stadt gemeinsam mit der Partnerstadt Koszalin ein EU-Projekt anschieben wolle, um die Stadtparks in beiden Städten neu zu gestalten. Oberbürgermeister Paul Krüger (CDU) und der polnische Amtsträger hatten sich im vergangenen Frühling noch ganz optimistisch gezeigt, dass man Ende 2014 schon Konkretes wisse und 2015 eventuell schon mit der Umsetzung beginnen könne.

Doch nach diesem Geldfluss sieht es derzeit nicht aus, wie es aus dem Rathaus heißt. Die Pläne hierzu scheinen zu stagnieren. Laut Stadtverwaltung liegt der Antrag auf zwei Millionen Euro Fördermittel – der Rest sind Eigenmittel – bei der Pomerania zur Prüfung. Laut Rathaussprecherin Doreen Duchow warte die Pomerania aber ihrerseits auf eine Entscheidung zu den förderrechtlichen Rahmenbedingungen. Das entsprechende Landesprogramm bedürfe noch der Bestätigung durch die EU.

Dirk Schwabe, Chef des Städtischen Immobilienmanagements (SIM), setzt die Ausgaben für den Kulturpark für 2015 daher weitaus niedriger an. Erst wenn der Fördermittelantrag positiv beschieden werde, könne man konkretere Planungen anstellen, sagt er.

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