Geld für den Kanu-Rennsport:

Plan für neuen Olympiatraum erhält Gestalt

Ab kommendem Jahr könnte der Ölmühlenbach zur Trainingsstätte für den Neubrandenburger Kanu-Rennsport werden. Allerdings müssen die Stadtvertreter dafür noch 80 000 Euro beisteuern – angesichts des Spardiktats ein ziemlicher Brocken.

Seit 2012 ist die 200-Meter-Distanz im Kanurennsport olympisch. Wollen Neubrandenburgs Kanuten in der Weltspitze mithalten, brauchen sie eine geeignete Trainingsstätte. Die soll auf dem Ölmühlenbach entstehen.
ArchivNK, Montage: H. Ackermann Seit 2012 ist die 200-Meter-Distanz im Kanurennsport olympisch. Wollen Neubrandenburgs Kanuten in der Weltspitze mithalten, brauchen sie eine geeignete Trainingsstätte. Die soll auf dem Ölmühlenbach entstehen.

Die Trainingsbedingungen für die Neubrandenburger Kanusportler sollen sich im kommenden Jahr entscheidend verbessern. Innenminister Lorenz Caffier hat jetzt Oberbürgermeister Paul Krüger (beide CDU)  32 000 Euro aus dem Topf für Sportfördermittel zugesagt. Das Geld ist für eine neue 200-Meter-Trainingsstrecke im Ölmühlenbach gedacht. Der Olympiastützpunkt Kanurennsport will hier eine Trainingsstätte schaffen, die optimale Bedingungen für das Sprinttraining bietet.

Derzeit ist das Trainieren der 200-Meter-Sprintstrecke als spezielle Kanu-Disziplin in Neubrandenburg nicht möglich. Sowohl der Oberbach als auch der Tollensesee seien dafür nicht geeignet, sagen übereinstimmend Michael Auerswald, Leiter des Olympiastützpunktes Kanu in Neubrandenburg, und Stefan Schewe, Kanu-Abteilungsleiter beim SCN.

Seit 2012 ist die 200-Meter-Strecke olympisch. Das habe auch mit der Entwicklung zu tun, dass bei Olympia jene Sportarten in den Mittelpunkt rücken, die für Zuschauer attraktiver sind, sagt Stefan Schewe. Dafür eignen sich kurze Sprintstrecken besser als längere Distanzen. Wolle man bundes- und weltweit weiter mithalten, brauche man eine solche Trainingsstrecke.

Der Ölmühlenbach bietet dafür nicht nur die erforderliche Distanz, sondern beispielsweise auch einen begleitenden Radweg für den Trainer, sagt Michael Auerswald. Mit Hilfe des Geldes soll die Strecke begradigt und ausgebaggert werden. Dann sei es möglich, Zeiten im Hundertstel-Sekunden-Bereich unter stabilen Bedingungen zu messen. Eine stationäre Zeitmesseinrichtung sei nicht geplant, sagt er – zu groß wäre die Unsicherheit in diesem öffentlichen Bereich.

Die 32 000 Euro reichen für das Vorhaben allerdings nicht aus. Der Bund gibt auch knapp 50 000 dazu. Etwa 80 000 Euro – etwa die Hälfte der Gesamtkosten – verbleiben bei der Stadt. Nach Auskunft des Rathauses ist das Geld im 2014-er Haushalt eingeplant. Geben die Stadtvertreter dem Projekt ihren Segen, könnte frühestens Mitte 2014 mit dem Bau begonnen werden. Angesichts des vom Innenminister verhängten Spardiktats wird das keine einfache Entscheidung.

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