Aufregung über Blitzer an Neubrandenburger Baustelle:

Polizei erwischt hunderte Temposünder

Der Ärger ist groß in der Viertorestadt. Warum muss an der Eisenbahnbrücke in der Demminer Straße die Geschwindigkeit der Autos gemessen werden?

Hunderte Autofahrer gingen der Polizei bei Tempomessungen an zwei Tagen in Neubrandenburg ins Netz.
Jens Büttner Hunderte Autofahrer gingen der Polizei bei Tempomessungen an zwei Tagen in Neubrandenburg ins Netz.

Die Polizei hat an den vergangenen zwei Tagen bei der Überprüfung der Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit an der Baustelle Eisenbahnbrücke in der Demminer Straße in Neubrandenburg hunderte Temposünder ertappt. Allein am Montag, so eine Polizeisprecherin, seien in dreieinhalb Stunden 373 Geschwindigkeitsüberschreitungen gemessen worden. Wegen einer Dauerbaustelle darf dort nicht schneller als 30 Kilometer die Stunde gefahren werden. Der schnellste Autofahrer hatte nicht weniger als 81 Stundenkilometer auf dem Tacho, hieß es weiter.

Autofahrer haben sich beim Nordkurier gemeldet und sich über die Aktion beschwert. Die Kontrolle, die sich schnell herum sprach, habe zu lange Rückstaus vor der Baustelle geführt. Deshalb, so die Polizei, sei am Dienstag das Messgerät in Richtung Stadtmitte auch nach einer Stunde wieder abgebaut worden.

Kommentare (6)

Wenn mehr als 350 Autos in 3 Stunden zu schnell waren, ist und waren Kontrollen gerechtfertig. An diesem Punkt muss wohl noch mehr kontrolliert werden. Für den Stau sind nicht die Kontrollen verantwortlich.

Wie jeder sicher schon einmal beobachten konnte verhalten sich Autofahrer vor Blitzern immer so als würde grad ein Kind auf die Strasse rennen. Und das selbst dann wenn sie schon ordnungsgemäß die korrekte Geschwindigkeit fahren. Was folgt ist die berühmte Stauauslöserkette bis hin das die Fahrzeuge am Ende stehen obwohl vorn niemand jemals gehalten hat. Somit kann man diesen Kontrollen eben doch eine gewisse Schuld an Staus ohne Ursache geben.

Eine Erkenntnis hat diese Blitzeraktion gebracht: würden alle Verkehrsteilnehmer diese Brücke stadteinwärts mit 30kmh höchstens befahren hätten wir seit mehr als 20 Jahren an dieser Jahrtausendbaustelle Stau ohne Ende.

Es handelt sich hier mit Sicherheit nicht um einen Unfallschwerpunkt oder um eine Gefahrenstelle! Das beweist Tag ein Tag aus der fließende Verkehr. Es liegt dann die Vermutung zur Bereicherung nah, für wen auch immer. In diesem Sinne ein großes Danke an unsere Radiosender wie zum Beispiel Ostseewelle, die uns am Dienstag vor weiteren unfreiwilligen Ausgaben gewarnt haben.

Dafür dass viele Verkehrsteilnehmer um die 40 - 50 km/h fahren, passieren hier doch erstaunlich wenig Unfälle. Schleichen die Autofahrer nur mit 30 km/h in beide Richtungen durch die Baustelle, staut es sich in beide Richtungen ohne Ende. Die Folge: genervte Autofahrer mit riskanten Fahrspurwechseln, erhöhter Spritverbrauch (hoher volkswirtschaftlicher Schaden, Umweltbelaastung) mit dem angenehmen Nebeneffekt die Stadtkasse zu füllen und die Blitzerstatistik aufzubessern.

Vielleicht wäre es auch mal gut zu überprüfen ob es notwendig ist an wochenenden und nach feierabend die an der s.g. baustelle die ampel auszuschalten, die dort zu diesen zeitpunkten keiner braucht. Wahrscheinlich weiß dort keiner wer der letzte auf der baustelle ist und das licht auszumachen hat. Die dort gefahrenen geschwindigkeiten liegen doch alle im halbwegs normalen bereich, sonst würden dort jeden tag dutzende unfälle passieren. Aber gegen die raser über 50 habe auch ich kein verständnis. Eigentlich sollte die polizei froh sein, das der verkehr rollt ohne stau....