An einem Tag:

Polizei stellt 330 zu schnelle Autofahrer

Der Spitzenreiter raste mit 104 Sachen in eine Radarfalle. Zur Erinnerung: Zugelassen sind nach wie vor 50 Kilometer pro Stunde.

Die Polizei kontrollierte heute verstärkt Geschwindigkeit.
Sven Hoppe Die Polizei kontrollierte heute verstärkt Geschwindigkeit.

Das hat selbst die Polizei schon lange nicht mehr erleben müssen. Bei Geschwindigkeitsüberprüfungen am Dienstag in Neubrandenburg mussten die Gesetzeshüter insgesamt 330 Tempoverstöße registrieren. Am schnellsten unterwegs war dabei ein Autofahrer in der Südstraße, der mit 104 Kilometern pro Stunde bei erlaubten 50 den Polizeibeamten ins Netz ging. Dem Fahrzeugführer drohen ein Bußgeld in Höhe von 200 Euro sowie ein Monat Fahrverbot.

Nun hagelt es Bußgeldverfahren

Aber auch die anderen kommen nicht ungeschoren davon. Die Beamten haben nach den entdeckten Geschwindigkeitsüberschreitungen 290 Verwarngeld- und 40 Bußgeldverfahren eingeleitet. Acht Autofahrern droht außerdem auch ein Fahrverbot. "Das sind erstaunlich große Werte für einen Kontrolltag, was nicht für eine vorbildliche Fahrweise der Neubrandenburger spricht", so die Einschätzung der Ordnungshüter.

 

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Kommentare (3)

Ehrlich gesagt verwundert mich die Verwunderung der Polizei. Wer öfters mal auf hiesigen Straßen unterwegs ist, wird feststellen müssen, dass sich kaum jemand an die Geschwindigkeitsregel hält; Blinken beim Spurwechsel oder beim Abbiegen macht auch nur gefühlt jeder zweite. Diejenigen Einzelfälle, die sich doch mal an alle Regeln halten, werden meist zu einem Verkehrshindernis, dass den Verkehrsfluss behindert bzw. verzögert.

Falls jemand die Südstraße nicht kennt, es ist die Straße von der Ihlenfelder Straße nach Trollenhagen/Süd. Kein Haus, kein Baum, kein Strauch, keine Bebauung, gar nichts weit und breit. Einzig ein Fuß- und Radweg zehn Meter neben der Straße stört die Straßen-Einsamkeit zwischen der Kreuzung "Trockener Weg" und Trollenhagen/Süd. Man sollte diese Strecke auf Höchstgeschwindigkeit 10kmh senken. Dann lohnen sich dort dreimal wöchentlich Geschwindigkeitsmessungen und man bräuchte an Unfallschwerpunkten oder gefährlichen Straßenabschnitten keine weniger erträgliche Einnahmen erwirtschaften.

"Kein Haus, kein Baum, kein Strauch, keine Bebauung, gar nichts weit und breit. " Bin heute mal durch die Südstraße gefahren und habe mehrere, sogar ausgewachsene Bäume, ein Kleingartenanlage mit Zufahrt, einen Garagenkomplex und mehrere Büsche und Sträucher gesehen. Und neulich lief mir (ich fahre öfters durch die Südstraße) am frühen Nachmittag sogar ein Reh beinahe vors Auto. Ich wäre also für eine Erhöhung der Mindestgeschwindigkeit auf dieser Straße. Und für das Recht auf Mitnahme des erlegten Wildes. Wild ist immerhin eines der gesündesten Fleischsorten.