Gute Gründe, ein Lebensretter zu sein:

Polizist spendet 5 große Eimer Blut

Noch ist die Zahl der Neubrandenburger Blutspender relativ konstant. Allerdings blicken die Experten voller Sorge in die Zukunft. Bis 2030 wird ein Viertel aller Spender wegbrechen - obwohl dann mehr Blut benötigt wird.

Frank Pertzsch ist einer der aktivsten Spender. Insgesamt hat er in den vergangenen Jahrzehnten 50 Liter Blut gespendet.  
Andreas Segeth Frank Pertzsch ist einer der aktivsten Spender. Insgesamt hat er in den vergangenen Jahrzehnten 50 Liter Blut gespendet.  

Frank Pertzsch hat einen sehr einleuchtenden Grund, einer der fleißigsten Blutspender im Neubrandenburger DRK-Blutspendezentrum zu sein: Er ist Verkehrspolizist. Unfälle, bei denen Menschen verletzt werden, gehören zu seinem Alltag. Aber das ist bei weitem nicht der einzige Beweggrund  für den 53-jährigen Neuenkirchener, sich alle acht Wochen einen halben Liter Blut abnehmen zu lassen. Seine Karriere als Blutspender begann schon Ende der 70er Jahre in der Berufsschule in Leipzig. Vor kurzem konnte er für seine 100. Spenden geehrt werden. 50 Liter hat er also insgesamt gespendet – unglaubliche fünf große Wassereimer voll. „Ich will einfach helfen“, sagt Frank Pertzsch.

Es gibt noch mehr Spender wie ihn, dennoch ist diese Haltung längst nicht mehr selbstverständlich, sagt Olaf Müller-Stegemann. Er leitet das Neubrandenburger Blutspendezentrum mit 76 Mitarbeitern, das gerade sein 50-jähriges Bestehens feiert. Im Vorjahr haben 2238 Spender hier 4297 Spenden abgegeben. 2013 wurden schon 1819 Spender mit 2956 Spenden registriert.

Gerade im Alter zwischen 28 und 40 Jahren allerdings sei die Spende für viele kein Thema. Eine große Aufgabe für die Zukunft sieht Müller-Stegemann daher darin, das Bewusstsein der ganzen Bevölkerung für das Blutspenden zu wecken. Immerhin werde die spende­fähige Bevölkerung zwischen 18 und 72 Jahren in Mecklenburg-Vorpommern bis 2030 um 26 Prozent abnehmen. Im Gegenzug wachse der Anteil von Menschen, die eine Blutspende brauchen können.

Viele Blutspenden werden in der Krebstherapie benötigt. Das bei einer Chemotherapie bestrahlte Blut verliert seine Fähigkeit zum Sauerstofftransport und für Selbstheilungsprozesse. Hinzu kommt die Verwendung von Blutkonserven bei Operationen mit starken Blutverlusten. Die meisten Konserven werden innerhalb weniger Tage verbraucht, sie können nicht lange gelagert und im Gegensatz zu Blutplasma nicht eingefroren werden.

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