Sammlung von Chemikalien:

Prozess gegen mutmaßlichen Sprengstoffbauer steht kurz bevor

Im Februar versetzte der Inhalt seiner Wohnung Woldekg in einen Ausnamezustand: Jetzt stand der Beschuldigte das erste Mal vor Gericht - allerdings nur ganz kurz.

     
Peter Steffen      

Der Prozess gegen den mutmaßlichen Sprengstoffbauer aus Woldegk findet voraussichtlich im September statt. Der Beschuldigte musste schon am Mittwoch vor dem Amtsgericht Neubrandenburg erscheinen, konnte aber bald wieder gehen.

Gegen ihn liegen zwei Anklagen vor: eine wegen Besitz von explosionsgefährlichen Stoffen, eine wegen Besitz von illegalen Bildern. Die Verhandlung über letztere Anklage war für Mittwoch angesetzt, die Anklage wegen Sprengstoffbesitz war erst vor Kurzem beim Gericht eingegangen. Wie erst beim Verhandlungstermin deutlich wurde, will der Vorsitzende Richter die beiden Anklagen verbinden und in einem Prozess gemeinsam verhandeln. Ein solcher Prozess aber ist noch nicht möglich, denn bisher wurde dem Angeklagten kein Pflichtverteidiger zugeordnet. Diesen benötigt er in dem Verfahren wegen Sprengstoffbesitz, wie der Richter erklärte. In dem Verfahren wegen des Besitzes besagter Bilder hätte er ihn hingegen nicht benötigt - die Vorwürfe, so der Richter, wiegen nicht allzu schwer. Die gemeinsame Verhandlung beider Anklagen wurde vorerst für Mitte September festgesetzt.

In der Woldegker Wohnung des Angeklagten wurden im Februar vier Kilo Sprengstoff gefunden und 160 Kilo Chemikalien. Daraus hätte sich weiterer Sprengstoff herstellen lassen. Im Zuge der Ermittlungen durchsuchte die Polizei auch den Computer des Angeklagten. Dabei fand sie einige illegale Bilder.

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