Fußball rollt weiter:

Punkt für FCN mit neuem Trainer-Personal

Nach seinen kritischen Äußerungen ist Coach Dariusz Kolacki „aus vereinsinternen Gründen“ vom 1. FC Neubrandenburg 04 freigestellt worden. Fußball gespielt wurde auch – und das erfolgreich.

Kämpften bis zum Umfallen: Die FCN-Kicker um Dennis Kühl (Mitte) und Mario Kusturin (rechts).
Roland Gutsch Kämpften bis zum Umfallen: Die FCN-Kicker um Dennis Kühl (Mitte) und Mario Kusturin (rechts).

Kein Kolacki mehr. Aber ein überraschender Remis-Zähler. Der Fußball-Oberligist 1. FC Neubrandenburg 04 wartete am Sonntag im Heimspiel gegen den Tabellendritten FSV Optik Rathenow mit einer couragierten 1:1 (0:0)-Vorstellung auf – und mit verändertem Trainer-Personal.

Dariusz Kolacki, der sich in der Samstag-Ausgabe des Nordkurier kritisch gegenüber dem FCN geäußert hatte, wurde für diese Oberliga-Partie „aus vereinsinternen Gründen“ freigestellt, wie es in der Pressekonferenz hieß. A-Junioren-Coach Torsten Köpke sprang kurzfristig ein und hatte gemeinsam mit Offensivkicker Daniel Nawotke die sportliche Leitung inne. 

Dass ausgerechnet Nawotke zehn Minuten nach seiner Einwechslung die 1:0-Führung erkonterte (63.), gehört zu den besonderen Storys dieses Spieltags. Für den Ausgleich sorgte der Rathenower Shelby Printemps in einer der wenigen Situationen, da die FCN-Defensive, inklusive Keeper Alex Walter, die Übersicht verlor (80.).

Rathenow-Trainer ist der Appetit vergangen

„Wir hatten auf eine kompakte Abwehr und Konter gesetzt. Diese Taktik ging auf. Die erste Halbzeit hatte nur wenige Höhepunkte, in der zweiten gab es eine starke Phase für uns und Chancen auf ein zweites Tor. Am Ende mussten wir aber auch froh sein, nicht noch einen Gegentreffer zu bekommen“, zeigte sich FCN-Trainer Köpke zufrieden.

Ganz im Gegensatz zu seinem Amtskollegen Ingo Kalisch. „Nee, ick bin satt“, antwortete der Optik-Coach auf ein Brötchen-Angebot nach dem Abpfiff. „Laufbereitschaft und ordentliches Zweikampfverhalten fehlten bei uns. Das war ein Fußball-Spiel auf niedrigem Niveau“, nahm der Trainer-Fuchs kein Blatt vor den Mund. Insbesondere in der Schlussphase verdattelte seine Mannschaft beste Gelegenheiten zum Siegtreffer. – „Das Unentschieden ist total okay“, schätzte der FCN-Abräumer Christoph Fischer ein, der den „Laden“ gemeinsam mit Innenverteidiger Toni Schmidt gut und clever zusammengehalten hatte.

Wie es bei dem Viertorestädter Club in puncto Trainer weitergeht? Ungewiss. Dass der 40-jährige Pole Kolacki am kommenden Freitag (19.30 Uhr) wieder als FCN-Coach in der Auswärtspartie gegen den Malchower SV auf der Bank sitzt, ist unwahrscheinlich. Möglich, dass das Duo Köpke/Nawotke diese Spielzeit zu Ende bringt und dem Verein somit die Gelegenheit verschafft, in Ruhe einen Nachfolger zu suchen.