:

Rabatten-Randale auf dem Markt

Ein Neubrandenburger Café-Besitzer weiß sich keinen Rat mehr. Aufgeben mit dem grünen Schmuck will er aber auch nicht.

Schon wieder sind Blumen auf dem Marktplatz in Neubrandenburg zerstört worden. 
Thomas Beigang Schon wieder sind Blumen auf dem Marktplatz in Neubrandenburg zerstört worden. 

Schon wieder. Der Neubrandenburger Gastronom Nicola D`Aniello hat es längst aufgegeben zu zählen, wie oft er nach einem Wochenende rings um sein Café am Haupteingang des Marktplatz-Centers schon aufräumen musste. Jetzt wieder. Erneut haben Vandalen die schmückenden Blumenrabatte umgeworfen, Pflanzerde und Blüten auf dem Areal zerstreut. "Scheinbar kann man nichts machen", winkt der Unternehmer ab. Und mit Anzeigen bei der Polizei wegen der Sachbeschädigung ist bei ihm jetzt Fehlanzeige. Das bringe nichts, ist der aus Neapel stammende Neubrandenburger überzeugt, der als Einzelbewerber bei den Kommunalwahlen 2014 den Sprung in die Stadtvertretung geschafft hat. "Die Täter werden doch sowie so nicht geschnappt."

D`Aniello hatte schon vor Monaten gefordert, den Neubrandenburger Marktplatz mit Videokameras überwachen zu lassen. Dies zeigte aber keine Aussicht auf Erfolg. Denn Neubrandenburgs zentraler Platz gilt nicht als Kriminalitätsschwerpunkt - eine der Voraussetzungen für die Genehmigung von Videoüberwachung.

Der Café-Besitzer will aber nicht klein beigeben. Grünen soll es weiter an der Stelle. Jetzt, sagt er, komme dort bald Wintergrün zum Einsatz.

Kommentare (1)

Grundsätzlich gebe ich Herrn D´Aniello Recht, dass eine Anzeige, je öfter man Sie stellt, deshalb nicht von mehr Erfolg gekrönt sein dürfte. Vielleicht einfach mal die Blumenkübel nach Feierabend ins Gebäude stellen? Wäre eine recht einfache Maßnahme.