Widerspruch gegen Stadtvertreter-Entscheidung:

Rathaus stoppt FCN-Hilfen

Der von den Neubrandenburger Stadtvertretern mehrheitlich gefasste Beschluss über Hilfen für den Fußballverein aus der Stadtkasse ist vom Rathaus rechtlich geprüft worden. Und wird vorerst nicht umgesetzt.

Die FCN-Nachwuchsspieler müssen weiter um ihren Verein bangen.             
Roland Gutsch/NK-Archiv Die FCN-Nachwuchsspieler müssen weiter um ihren Verein bangen.  

Der 1. FC Neubrandenburg 04 wird vorerst kein Geld aus der Neubrandenburger Stadtkasse erhalten. Oberbürgermeister Silvio Witt hat am Freitag mit einem Schreiben an die Stadtpräsidentin Widerspruch gegen den Beschluss der Stadtvertreter vom 11. Februar eingelegt, die mehrheitlich eine Förderung für den Fußballverein beschlossen hatten.

Die juristische Prüfung des in der vergangenen Woche durch die Ratsfrauen und Ratsherren herbeigeführten Beschlusses zum 1. FCN sei nun abgeschlossen, hieß es aus dem Rathaus weiter. Im Ergebnis dieser Prüfung sei festzuhalten, dass der in der Sitzung der Stadtvertretung gefasste Beschluss zum Sponsoring 1. FCN 04 "weder formell noch materiell rechtmäßig ist". Detaillierte Angaben zu den Widerspruchsgründen gab es zunächst nicht.

Aus Sicht des Schweriner Innenministeriums ist es laut Kommunalverfassung grundsätzlich möglich, dass sich Landkreise oder Gemeinden an der Sportförderung beteiligen. Dabei handele es sich jedoch nicht um ein klassisches Sponsoring, teilte Ministeriumssprecherin Marion Schlender auf Nordkurier-Anfrage mit. Eine kommunalrechtliche Genehmigungspflicht für Zuwendungen bestehe nicht, machte sie deutlich. Sofern es sich um einen langfristigen Vertrag handele, müsse dieser der Rechtsaufsichtsbehörde angezeigt und auf die Vereinbarkeit mit den Grundsätzen einer ordnungsgemäßen Haushaltswirtschaft überprüft werden.

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