Bestattungen ohne Angehörige:

Rathaus sorgt für die letzte Ruhe

Wenn jemand den letzten Atemzug getan hat, aber keine Verwandten oder kein Geld besitzt, ist guter Rat oft teuer.

38 Mal mussten im vergangenen Jahr Neubrandenburger ohne Verwandte beigesetzt werden. 
Felix Kästle 38 Mal mussten im vergangenen Jahr Neubrandenburger ohne Verwandte beigesetzt werden. 

Das Neubrandenbuger Rathaus sorgt sich nicht nur um die lebenden Einwohner der Stadt, sondern zunehmend auch für jene, die gerade gestorben sind. In 38 Fällen musste das Ordnungsamt im vergangenen Jahr Frauen und Männer unter die Erde bringen, was eigentlich Aufgabe der Angehörigen wäre. Aber wenn der oder die Verblichene keine Verwandten besaß, springt die Stadtverwaltung in die Bresche.

Nach erfolgter Ausschreibung unter den Bestattungsunternehmen erhält der preisgünstigste Anbieter den Auftrag - auch wenn der gerade Verstorbene genug Erspartes besaß. Genau das kritisieren die Bestatter. "Für rund 800 Euro müssen wir die dann unter die Erde bringen", so die Sprecherin des Landesverbandes der Bestatter, die Neubrandenburgerin Doreen Peter. Dafür könne man, so die Frau vom Fach, gerade einmal einen Hund verscharren.

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