Verzögerter Prozess gegen "Hammer-Mann" :

Raus aus der Haft - rein in den Gerichtssaal

Gerade erst wegen Frist-Überschreitung aus der Untersuchungshaft entlassen, muss sich ein 29-Jähriger nun vor Gericht verantworten. Auf frischer Tat ertappt, soll er einen Zeugen mit einem schweren Hammer bedroht haben.

  
Peter Steffen   

Jetzt wird ihm doch noch der Prozess gemacht: Gegen einen Verdächtigen, der zu Monatsbeginn wegen überschrittener Haftfrist freigelassen werden musste, hat soeben die Verhandlung vor dem Landgericht begonnen.

Angeklagt ist der 29-Jährige wegen räuberischen Diebstahls in besonders schwerem Fall. Ihm wird vorgeworfen, am 17. August 2015 im Neubrandenburger Vogelviertel Geld und Werkzeug aus zwei Autos gestohlen haben. Einen Zeugen, der ihn überraschte, soll er mit einem Zimmermannshammer bedroht haben.

Weil der Prozess nicht innerhalb der vorgeschriebenen sechs Monate nach Haftbeginn eröffnet wurde, musste der Mann Anfang April aus der Untersuchungshaft entlassen werden. Nach diversen Verzögerungen steht er nun aber doch noch vor Gericht. Ihm droht eine mehrjährige Freiheitsstrafe.