Stadt möchte nicht mehr für Lebensmittelforschung zahlen:

Rettung für das Technologiezentrum in Sicht

Das Neubrandenburger Zentrum für Lebensmitteltechnologie (ZLT) ist momentan nicht mehr als eine leere Hülle.  Die Hochschule sieht allerdings großes Potenzial und will es in Alleinregie übernehmen.

Das Zentrum für Lebensmitteltechnologie in Neubrandenburg 
Andreas Segeth Das Zentrum für Lebensmitteltechnologie in Neubrandenburg 

Die Hochschule Neubrandenburg würde das Zentrum für Lebensmitteltechnologie (ZLT) in der Viertorestadt komplett in Eigenregie übernehmen. Das sagte Hochschulrektor Micha Teuscher jetzt auf Nachfrage des Nordkurier. Die Neubrandenburger Stadtvertreter hatten Ende 2014 einen neuen Geschäftsführer für die bislang zu 75 Prozent städtische Einrichtung eingesetzt und ihn beauftragt, entweder einen neuen Eigentümer für das ZLT zu finden oder die Forschungseinrichtung abzuwickeln. Ihnen waren die Zuschüsse mit den Jahren zu teuer geworden – zudem überwogen Zweifel am Sinn einer Einrichtung.

ZLT könnte direkt Teil der Hochschule werden

Die Hochschule hält schon jetzt 25 Prozent der Gesellschaftsanteile der ZLT gGmbH. Micha Teuscher hatte noch im November nach weiteren Mit-Investoren gesucht, könnte sich mittlerweile aber durchaus vorstellen, dass man der Stadt ihre Stammeinlage komplett „abkauft“. Nach Informationen des Nordkurier handelt es sich dabei um einen Betrag in Höhe von 19 200 Euro. Das ZLT wäre dann kein sogenanntes Aninstitut mehr, sondern direkt Teil der Hochschule.

Teuscher ist der Überzeugung, dass das ZLT mit seiner neuen Ausrichtung als gemeinnützige GmbH und Forschungseinrichtung gut für die Zukunft aufgestellt ist. In dieser Konstellation ist es seit gut einem Jahr möglich, 100-prozentige Fördergelder für Forschungsprojekte einzuwerben, ohne eine 50-prozentige Kofinanzierung der Projekte aus der regionalen Wirtschaft suchen zu müssen. Diese Art der Finanzierung war dem ZLT bislang auf die Füße gefallen, weil es in der Region nicht genügend private Partner für derartige Projekte gab. Ende 2014 musste die Stadt mehr als 70 000 Euro nachschießen, weil das ZLT sonst Insolvenz hätte anmelden müssen.

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