Händler und Besucher ziehen Bilanz :

Riesenrad bringt Markt in Schwung

Viele anstrengende Tage liegen hinter den Händlern des Weberglockenmarktes. Die Begeisterung ist eher verhalten. Der viele Regen hat das Geschäft vermiest. Deutlich positiver fällt das Fazit der Besucher und einiger Händler auf dem Boulevard aus.

Das Riesenrad war für viele Besucher des Weberglockenmarktes das Highlight in diesem Jahr.
Ingmar Nehls Das Riesenrad war für viele Besucher des Weberglockenmarktes das Highlight in diesem Jahr.

„Die Entscheidung liegt ja nicht bei uns. Aber wenn wir dürfen, dann kommen wir gern wieder“, sagt Ilona Lorenz, Chefin des Riesenrads auf dem Neubrandenburger Marktplatz. Für viele Besucher des diesjährigen Weberglockenmarktes, der am Sonntag zu Ende ging, war das bunte Rad mit dem tollen Ausblick das Highlight des Marktes. Trotz des Nieselwetters standen die Leute auch am letzten Abend noch einmal Schlange, um in einer der 26 Gondeln zu sitzen.

Für das Riesenrad wurde in diesem Jahr ein Teil der Stargarder Straße gesperrt. Eine gute Entscheidung, findet Fotoladenbesitzerin Christine Stöhr. So konnten die Menschen vom Marktplatz-Center ungehindert in die Turmstraße gehen. „Es gibt keine Staus. Die Verbindung war sehr gut und hat etwas gebracht“, schätzt die Unternehmerin ein. Ihr Fazit fällt positiv aus. „Der Weberglockenmarkt hat uns wieder viele Kunden in das Geschäft gebracht. Gerade in den Abendstunden ist viel los, wenn die Familien unterwegs sind“, sagt Christine Stöhr.

Bei einigen Händlern des Marktes hingegen ist die Stimmung am letzten Abend nicht ganz so froh. „Zu viele nasse Tage. Aber dafür kann keiner was“, sagt Gregor Bryg aus Krakau. Er hat in seiner Bude Holzsachen und geschmiedeten Schmuck angeboten. 2013 sei der Umsatz besser gewesen. „Es ist aber okay. Ich will wiederkommen“, sagt Bryg. An den Öffnungszeiten würde er nichts verändern. Die seien ganz gut so, wie sie sind.

Ärger mit den Radfahrern

Zwar ist der Weberglockenmarkt nun vorbei, auf gemütliche Glühweinrunden und deftige Speisen müssen die Besucher der Innenstadt aber nicht verzichten. Denn die Hütten vor dem Marktplatz-Center sind noch bis zum 4. Januar offen. „Wir sind das erste Mal mit einem Stand dabei und sehr zufrieden. Die Leute haben auch Appetit auf Fisch“, hat Anke Kieslich von den Müritz-Fischern festgestellt. Der Glühweinstand vor dem Radisson Blu Hotel bleibt ebenfalls noch bis in den Januar geöffnet, verspricht Christina Küster, Marketingchefin des Hotels. Und nebenan lockt das Eiszelt weiterhin die Besucher.

Was einigen Besuchern des Weberglockenmarktes negativ aufgefallen ist, waren Radfahrer, die auch zu gut besuchten Zeiten durch die Menschenmassen kurvten und damit leichtsinnig Unfälle riskierten, wie Leser berichteten. Auf ihr Verhalten angesprochen, hätten einige Radler ziemlich sehr frech geantwortet. Die Polizei sollte deshalb öfter kontrollieren, so der Wunsch der Leser.