Heiße Klänge :

Rock’n’Roller bleiben cool

Bei minus zehn Grad haben die Neubrandenburger „Jukeboys“ ihren bisher coolsten Auftritt absolviert und das Publikum zum Schmelzen gebracht. Das soll auch auf ihrer diesjährigen Tour gelingen.

Andreas "James" Last, Olaf Hasenpusch, Gordian Schimanski und Guido Kamps (von links) im Probenraum bei der Fürstenberger Schützenzunft. 
Susanne Schulz Andreas "James" Last, Olaf Hasenpusch, Gordian Schimanski und Guido Kamps (von links) im Probenraum bei der Fürstenberger Schützenzunft. 

Kein Zweifel, heiße Klänge sind ihr Metier – schließlich haben sich „The Jukeboys“ dem Rock’n’Roll verschrieben. Doch in diesem Jahr haben die vier Jungs – zwei aus Neubrandenburg, zwei aus brandenburgischen Landen – schon den coolsten, jedenfalls kühlsten Auftritt ihrer bisherigen Karriere absolviert: Ob sie denn auch bei minus zehn Grad spielen könnten, hatten die Betreiber der Eiswelt in Rövershagen bei Rostock angefragt.

Und die „Jukeboys“ sagten zu – zumal es um einen Auftritt zum 80. Geburtstag ihres Helden Elvis Presley ging. „Nach vier, fünf Songs waren die Finger starr, und die Instrumente klirrten“, erzählt Gitarrist Guido Kamps, im Hauptberuf Gitarrenlehrer an der Musikschule Kon.centus. Der Lohn für die heiße Show im frostigen Ambiente: Eiskünstler Andrey Molokov schnitzte eine lebensgroße Skulptur der Jungs, die nun bis zum 1. November in der diesjährigen Eiswelt-Ausstellung steht.

Neue CD ist in Arbeit

So gut es anfing, soll das „Jukeboys“-Jahr 2015 weitergehen, wenn die Jungs nach einem Auftritt auf dem Neubrandenburger Marktplatz am 1. Mai wieder auf Ostsee-Tour gehen und dabei eine neue CD im Gepäck haben. In Sieghard Schuberts Farmlandstudio in Neetzka aufgenommen, muss die Scheibe jetzt nur noch gepresst werden, kündigt Kamps an und verspricht eine Bandbreite von Rock’n’Roll über Rockabilly bis Country: „Die Formel ,kennste einen, kennste alle‘ gilt bei unseren Songs nicht.“

Im Repertoire haben die Jungs nicht nur Coverversionen ihrer Vorbilder, sondern auch eigene Songs. „Wir wollen den Rock’n’Roll nicht neu erfinden, aber was Eigenes dazu beitragen“, sagt Last. Zum Beispiel auch ihren ersten deutschsprachigen Song – gewidmet dem Abenteuer in der Eiswelt. Und dass die „Jukeboys“ ihr Publikum zum Schmelzen bringen können, daran lassen sie gar keinen Zweifel.

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