Erhöhte Fahrerflucht-Gefahr:

Rums auf dem Parkplatz kann teuer werden

An Brückentagen wie diesen wissen erfahrene Polizisten: Die Menschen drängen in die Städte zum Einkaufen. Es wird wieder Parkplatz-Unfälle geben.

Nicht immer wird bei einem Parkplatzunfall die Polizei gerufen - sollte sie aber, raten die Beamten.
Georg Wagner Nicht immer wird bei einem Parkplatzunfall die Polizei gerufen - sollte sie aber, raten die Beamten.

Da übersieht ein Autofahrer, der gerade seine Parklücke verlassen will, das herannahende Auto; einem anderen wird im Parkhaus die Kurve zu eng - "und dann halt noch ein paar Parkplatzunfälle", fassen Polizisten schon mal flott zusammen, wenn sie abends nach der Einsatzbilanz des Tages gefragt werden. Oft sind da nur geringfügige Schadenssummen zu verzeichnen. Doch dem Blech die Beule wieder auszutreiben, kann auch leicht mal 2000 Euro kosten - wie sie bei einem Unfall dieser Tage in der Neubrandenburger Oststadt veranschlagt wurden.

Eine Zunahme der Parkplatzunfälle indessen mag die Polizeiinspektion Neubrandenburg nicht bestätigen. In deren Statistik wiederum stellen Parkplatzunfälle "keinen Schwerpunkt" dar, zumal meist keine Personen zu Schaden kommen. Auch ob es an Brückentagen - wie dem 1. November, wenn zwischen Reformationstag und Wochenende viele Menschen einen freien Tag nehmen und zum Einkaufen in die Stadt fahren - mehr solcher Zwischenfälle gibt, ist statistisch nicht belegt. "Jedoch steigt natürlich das Risiko bei einem höheren Verkehrsaufkommen", sagt Pressesprecherin Eike Wiethoff.

Bei weitem nicht alle Kollisionen dieser Art werden auch angezeigt. Oft einigen sich Verursacher und Geschädigter auch so, weiß die Polizistin. Allerdings fragen viele Versicherungen, wenn es um die Regulierung des Schadens geht, bei der Polizei eine Tagebuchnummer zur Verkehrsunfallaufnahme ab. Somit werden Parkplatzunfälle dann auch nachträglich angezeigt.

So verhalten Sie sich richtig bei einem Parkplatz-Unfall

Wie sich Fahrer bei einem Parkplatzunfall verhalten sollten, da weiß Kriminalkommissarin Wiethoff Rat:

Wer selbst einen Schaden an einem anderen abgestellten Fahrzeug verursacht, sollte die Polizei informieren, am besten selbst den Schaden fotografieren und eine Nachricht am beschädigten Fahrzeug hinterlassen. Ein „Zettel“ allein reicht meist nicht aus, mahnt die Polizistin. Hilfreich wäre auch, Zeugen benennen zu können.

Wer sein eigenes Fahrzeug beschädigt vorfindet, sollte ebenfalls die Polizei verständigen. Wenn nämlich der Verursacher das nicht selbst getan hat, macht er sich strafbar wegen „Unerlaubten Entfernens vom Unfallort“ - oder wie es umgangssprachlich genannt wird: Fahrerflucht. Auch für den Geschädigten seien Fotos und Zeugen hilfreich, rät Eike Wiethoff. Und übrigens könne der Unfall auch im nächsten Polizei(haupt)revier aufgenommen werden, so dass der Betroffene nicht am jeweiligen Parkplatz auf die Beamten warten muss.

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