Bilder von Michael Wirkner:

Schau würdigt einen großen Künstler

Was von ihm geblieben ist, sind Erinnerungen und viele großartige Arbeiten. Die Kunstsammlung zeigt Werke von Michael Wirkner. Um die zu sehen, nehmen einige Besucher weite Wege auf sich. 

Zu der Vernissage kamen viele Besucher in die Kunstsammlung. Zu sehen sind 55 Werke. 
Ingmar Nehls Zu der Vernissage kamen viele Besucher in die Kunstsammlung. Zu sehen sind 55 Werke. 

Elke Pretzel fallen die Begrüßungsworte nicht leicht. „Das ist für mich eine besondere Ausstellung“, sagt die Kuratorin über die Retrospektive „Erinnerungslandschaften“, bei der 55 Werke von Michael Wirkner gezeigt werden. „Der Verlust wirkt immer noch schwer“, sagt Elke Pretzel mit erdrückter Stimme. Michael Wirkner wäre in diesem Jahr 60 Jahre alt geworden. Kurz nach seinem Tod, im Sommer 2012, stand für Elke Pretzel fest, dass Wirkner eine Ausstellung in der Kunstsammlung bekommen soll. Mehrere tausend Arbeiten umfasst der Nachlass. Elke Pretzel hat ihn gesichtet und eine Auswahl getroffen. Als besondere Würdigung des Künstlers, der in den vergangenen Jahrzehnten zu den herausragendsten Künstlern in Mecklenburg-Vorpommern gehörte, hat die Kunstsammlung auch einen Katalog herausgegeben. Auf 134 Seiten wird das Schaffen des Künstlers zusammengefasst, angefangen bei den frühen Arbeiten aus dem Jahr 1985 bis zu seinem Tod.

Wirkner, der 1954 in Chemnitz geboren wurde, lebte zurückgezogen und scheute die Öffentlichkeit. „Er wollte nicht über seine Bilder reden“, sagt einer, der ihn auch als Freund kannte. Der Kunstwissenschaftler
Ulrich Kavka gab den zahlreichen Besuchern Einblicke in das Leben und die Arbeit von Michael Wirkner. Wie sehr Wirkner geschätzt wird, zeigten die Gäste der Vernissage, die zum Teil sehr weite Wege auf sich nahmen.

Bis zum 22. Februar ist die Ausstellung „Erinnerungslandschaften“ noch in der Kunstsammlung zu sehen. Der sehr empfehlenswerte Katalog ist ebenfalls in der Kunstsammlung erhältlich.

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