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Schnoor nicht mehr Präsident des FCN

Der 1. FC Neubrandenburg 04 muss sich ein neues Vereinsoberhaupt suchen. Klaus-Detlef Schnoor stellte sich nach elf Jahren nicht erneut zur Wahl. Er lässt durchblicken, was die Gründe dafür sein könnten.

Präsident Schnoor
Roland Gutsch Präsident Schnoor

Nach einem anderen Chef muss sich der größte - und im Nachwuchsbereich wichtigste - Fußballverein in der Region umschauen. Klaus-Detlef Schnoor, knapp elf Jahre lang Vereinspräsident, teilte auf der turnusmäßigen Mitgliederversammlung des 1. FC Neubrandenburg 04 mit, dass er nicht ein weiteres Mal für den Vorstand und das Amt kandidiere. „Es gibt mehrere Gründe dafür. Letztlich ist es eine persönliche Entscheidung, die ich getroffen habe“, sagte Schnoor am Donnerstag auf Nordkurier-Nachfrage. „Natürlich bleibe ich dem FCN verbunden und engagiere mich im Wirtschaftsrat. Und die Spiele unserer Oberliga-Mannschaft gucke ich mir weiter an, na klar.“

Der 59-jährige Schnoor ließ dann doch durchblicken, was ihn zum Rückzug bewogen haben könnte: „Als Präsident zog ich außerhalb des Vereins auch Ärger und Zorn auf mich. Es gibt Leute, die aufgrund meiner Person den 1. FCN 04 nicht oder nicht mehr unterstützten. Darum scheint es mir vernünftig, nicht länger voranzugehen.“ Die Hoffnung: Wer bislang mit der Personalkonstellation ein Problem gehabt habe, sei nun möglicherweise „freier im Kopf“ und eher bereit, „das Portemonnaie aufzumachen“. Denn die eingeleitete finanzielle Konsolidierung fortzusetzen sei das oberste Gebot beim mit 660 Fußballerinnen und Fußballern mitgliederstärksten Kicker-Verein im Osten Mecklenburg-Vorpommerns.