Tempolimit:

Schock an Ampel: Sicherheit für Fußgänger gefordert

Müssen Stadt und Polizei in der John-Schehr-Straße den Verkehr beruhigen? Ein Neubrandenburger hält Tempo 30 und mehr Kontrollen für das richtige Mittel.

Die Ampel in der John-Schehr-Straße soll das Überqueren für die Fußgänger sicher machen, aber offenbar klappt das nicht immer.
I. Nehls Die Ampel in der John-Schehr-Straße soll das Überqueren für die Fußgänger sicher machen, aber offenbar klappt das nicht immer.

Als Roland Schöppe vor wenigen Tagen die Geschichte über den Fußgänger in der Clara-Zetkin-Straße las, der auf dem Zebrastreifen fast überfahren worden wäre, musste er sofort wieder an den Schreck kurz vor Weihnachten denken: Seine Tochter überquert mit seiner vierjährigen Enkelin an der Fußgängerampel in der John-Schehr-Straße bei Grün die Fahrbahn, als ein Kleinbus angerollt kommt. Zum Glück hat sie eine Hand frei und kann die Kleine gerade noch an der Kapuze zurückreißen. So richtig habe er sich bis heute nicht wegen des Vorfalls beruhigt, so Roland Schöppe. Leider habe sich seine Tochter das Kennzeichen nicht gemerkt.

Tempo 30 und Kontrollen

Schöppe, der jahrelang als Hausmeister in der John-Schehr-Straße arbeitete, kann mehrere Beispiele aufzählen, in denen Fußgänger durch den Verkehr in der Straße gefährdet waren. „Ich selbst musste an der Ampel mit meinem Enkel auch schon zwei Mal zurückspringen und im Dezember ist auf der Straße ein Junge angefahren worden“, schildert er. In dem Beitrag über die Zetkin-Straße habe er gelesen, dass für die Stadt und die Polizei die Schehr-Straße eher ein Schwerpunkt sei als die Zetkin-Straße. Aber wenn das so sei, frage er sich, was dort für mehr Sicherheit gemacht werde. „In anderen Wohngebieten ist überall Tempo 30 ausgeschildert. Warum dort nicht? Da sind viele Kinder unterwegs“, sagt er und wünscht sich auch einen Zebrastreifen und häufigere Tempo-Kontrollen.

9000 Fahrzeuge in 24 Stunden

Die Stadt hat in der Vergangenheit bereits „hin und her überlegt“, ob in der Schehr-Straße eine Tempo-30-Zone möglich ist, sagt Lutz Burmeister vom Fachbereich Sicherheit und Ordnung. Aber die Voraussetzungen seien nach den Vorgaben der Straßenverkehrsordnung nicht gegeben, weil sie eine Vorfahrtsstraße mit viel Durchgangsverkehr sei. 2011 ergab eine Zählung, dass dort fast 9000 Fahrzeuge in 24 Stunden durchkommen. Man habe mit zwei Querungshilfen in der Straße und der Ampel aber trotzdem drei Möglichkeiten, sicher über die Straße zu kommen. Mit der Zählung wurden auch Geschwindigkeiten ermittelt. Danach fuhren 85 Prozent der Autofahrer nicht schneller als 52 km/h. Vor allem tagsüber würden sich die Fahrer überwiegend ans Tempo-Limit halten. Nach mehrfachen Beschwerden eines Anwohners kontrollierte die Stadt 2012 zweimal die Geschwindigkeit. Einmal am Nachmittag – da seien von fast 1300 Autos nur acht zu schnell gewesen, fast alle bis zehn km/h – und einmal am Morgen, ebenfalls mit wenigen Überschreitungen, so Jörg Schmiedel, Abteilungsleiter für Ordnung und Gewerbe. Deshalb habe man keinen Anlass für weitere Kontrollen gesehen.

 

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Kommentare (1)

diese unberechenbare clientel rast auch bei ausgeschilderter 30 km/h im industriegebiet. alle lücken sind vollgeparkt und wenn da mal ein kind rausrennt ist es passiert! Kontrollen sind hier unbekannt.lieber ein paar schilder aufstellen das reicht für die behörden. selbst bei künstlicher fahrbahneinengung drängen sich die großen schlitten immer wieder entgegen der üblichen vorfahrtsregel als stärkere hindurch. die ampel am ehemaligen filmeck ist auch nicht richtig eingestellt,. so benötigt man als fußgänger 2 phasen um die gesamte straße auf der einen seite zu überqueren, eine kreuzung weiter funktioert es , also pfusch bei der ampelfirma.... zu lasten der fußgänger.