Zachow:

Schöne „Daphne“ hängt im Gotteshaus

VonAnett SeidelUngelogen, die Zachower Kirche sieht im Inneren immer anders aus. Das liegt an den wechselnden Ausstellungen. Jetzt wurde der Kultursommer ...

Die erste Ausstellung in der Zachower Kirche zieht Besucher an. Der Kultursommer ist eröffnet.  FOTO: Anett Seidel

VonAnett Seidel

Ungelogen, die Zachower Kirche sieht im Inneren immer anders aus. Das liegt an den wechselnden Ausstellungen. Jetzt wurde der Kultursommer eröffnet und alles ist wieder anders.

Zachow.„Da sind wir also wieder“, sagt Joachim Lautenschläger und hält auch schon eine Laudatio für die Künstler Siegfried Besser und Anke Besser-Güth.
Joachim Lautenschlager vom Zinnober Kulturkreis Zachow hat so manche Laudatio gehalten. Wie viele es genau waren, weiß er nicht mehr. Aber am Sonnabend in der Zachower Kirche war es ihm eine Herzensangelegenheit. Denn mit der neuen Ausstellung – seit Anfang der 1990er Jahre sind es fast
70 gewesen – hat er den diesjährigen Kultursommer eingeläutet.
Nur die Glocken in der Zachower Kirche klingen nicht mehr. Der Turm lässt dies nicht zu. Ein Grund mehr für die Vereinsmitglieder, aktiv zu werden. Gemeinsam mit der Kirchengemeinde sind sie auf der Suche nach Geldgebern, um die teure Kirchturmsanierung umzusetzen. Gerade kommen sie vom Kirchentag in Hamburg (der Nordkurier berichtete). Dort wurde mit vereinten Kräften auf das Problem aufmerksam gemacht.
Wenn auch der marode Kirchturm Sorgen bereitet, so soll der Kultursommer darunter nicht leiden. Siegfried Besser präsentiert in dem Gotteshaus seine Malerei. Er hat „Daphne“ mitgebracht und die „Rote Stadt“, aber auch die „Norwegische Einsamkeit“. Seine Frau präsentiert an gleicher Stelle keramische Skulpturen.
Es ist der Anfang des Zachower Kultursommers. Bis 9. Juni gehört die Zachower Kirche der Familie Besser-Güth. Weitere Ausstellungen folgen. Und wer bis jetzt die Kirche ignoriert hat, der sollte auf die Ausstellung „Ein Gartenzwerg wie du und ich“, reagieren und sich von dem Treiben der Zinnober-Mitglieder überzeugen lassen. Am Sonntag, dem 16. Juni, steht zudem ein Benefizkonzert auf dem Programm. „Rettet den Turm“ ist das Motto, und der Philharmonische Chor wird dazu in dem Gotteshaus erwartet. Vier Ausstellungen sind in diesem Sommer geplant. „Wir haben einiges vor“, bestätigt Joachim Lautenschläger. Man darf gespannt sein.