Schreck in der Amtsstube:

Mann tickt aus und randaliert

In Neverin sind einem Mann die Nerven durchgegangen. Er hat im Amt randaliert - Schreibtisch und Computer flogen. Die Polizei rückte mit drei Funkwagen an. 

Mit den Fäusten wollte sich ein Mann im Amt Neverin unterhalten. Er randalierte und schmiss Schreibtisch und Computer um.             
Karl-Josef Hildenbrand/Archiv Mit den Fäusten wollte sich ein Mann im Amt Neverin unterhalten. Er randalierte und schmiss Schreibtisch und Computer um.  

Die Mitarbeiter im Amt Neverin stehen unter Schock. Im Amt ist ein Mann ausgetickt und hat randaliert. Schreibtisch und Computer flogen. Ein Mitarbeiter wurde angegriffen. „Verletzt wurde niemand, aber es entstand ein Sachschaden von rund 1500 Euro“, bestätigt die Polizei. 

„So etwas hat es bei uns noch nicht gegeben“, ist Amtschefin Petra Niewelt noch immer entsetzt über das Ereignis. „Wir haben den Mitarbeiter nach diesem Vorfall nach Hause gebracht, weil er so geschockt war.“ Sicher gehe es hin und wieder in den Amtsstuben lauter zu, wenn sich Bürger falsch behandelt fühlen, aber randaliert wurde noch nie. Die Amtsleiterin beschreibt den betroffenen Mitarbeiter als äußerst ruhigen Mann.

8,76 Euro haben den Angreifer in Rage gebracht. Nach Informationen des Nordkuriers blieb der Mann dem Wasser- und Bodenverband das Geld schuldig. Im Amt wurde daraufhin der übliche Verfahrensweg eingeschlagen. „Es wird gemahnt und danach erst die Vollstreckung angedroht - bevor etwas passiert, bleiben dann immer noch 14 Tage Zeit“, beschreibt die Amtsleiterin das Prozedere. Die 8,76 Euro habe der Mann ein paar Tage vorher bezahlt. Anscheinend zu spät, um Schlimmstes abzuwenden. Das Konto wurde gesperrt und weitere Forderungen sind dadurch angefallen, die inzwischen im zweistelligen Bereich liegen. Da sind dem Mann wohl die Nerven durchgegangen. Auch das gute Zureden von Amtsvorsteher Helmut Frosch habe nicht geholfen.

Mit drei Funkwagen rückten die Polizisten im Amt Neverin an, um den Randalierer in die Schranken zu weisen. Als die Beamten eintrafen, hatte sich der Mann wieder beruhigt. Das Amt hat nun Strafanzeige wegen Bedrohung, Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung gestellt. Er hat Hausverbot bekommen, beschreibt die Polizei.

Der Schreibtisch in der Amtsstube ist am Freitag wieder aufgebaut worden. Aber im Amt wird jetzt über stärkere Sicherheitsvorkehrungen nachgedacht. „Wir müssen dahingehend auch noch besser schulen auch in psychologischer Hinsicht“, überlegt Petra Niewelt.