Nur eine Übung: Tote und Verletzte bei Amoklauf:

Schreie über den Korridor

Was tun, wenn ein irrer Täter wild um sich schießt?  Rettungssanitäter lernen, mit dem Chaos danach umzugehen.

Die Verletzungen bei der Übung sehen täuschend echt aus.
Thomas Beigang Die Verletzungen bei der Übung sehen täuschend echt aus.

Blutlachen, offene Knochenbrüche und schreiende Verletzte. In einer Berufsschule in der Neubrandenburger Nonnenhofer Straße ist das Chaos ausgebrochen. Ein Amokläufer hat eine breite Spur von Toten und Verwundeten hinterlassen. Der Mann wurde von der Polizei eliminiert, Rettungskräfte kümmern sich um die Überlebenden.

Gott sei Dank nur eine Übung. Im Rettungsdienst tätige Rettungsassistenten und Notfallsanitäter mit Einsatzerfahrung lernten am Freitag Vormittag, wie in einer solchen "Großlage" am besten und effektivsten Hilfe geleistet und organisiert werden kann. Heike Heinrich, die Leiterin der privaten Berufsschule ecolea, an der die Rettungssanitäter ausgebildet werden, zeigte sich zufrieden mit dem Ablauf. "Das machen die gut. Denn der Druck, der auf den Rettungskräften in einer solchen Situation lastet, ist riesengroß."

Kommentare (1)

Im Artikel wird von angehenden Rettungssanitätern gesprochen. Dies entspricht nicht der Aussage des Interviews. Im Rettungsdienst tätige Rettungsassistenten und Notfallsanitäter mit Einsatzerfahrung lernen in einer 40 Stunden Fortbildung die Organisation von Verletzten in einem Großschadensfall und stellen ihr Können mit Hilfe dieser Übung unter Beweis.