Kampf der Eltern hat sich gelohnt:

Schüler erhalten kostenloses Bus-Ticket

Laura aus Kreuzbruchhof steht ein kostenloses Ticket für den Schulbus zu. Nachdem die Familie Widerspruch gegen die Ablehnung eingelegt hatte und sich mit ihrem Problem an den Nordkurier gewandt hatte, haben Experten die Strecke noch einmal inspiziert.

 Der Landkreis hat eingesehen, dass die Straße von Kreuzbruchhof nach Burg Stargard ein gefährlicher Schulweg ist.
A. Seidel  Der Landkreis hat eingesehen, dass die Straße von Kreuzbruchhof nach Burg Stargard ein gefährlicher Schulweg ist.

Nein, dieser Weg ist auch für Schüler ab der siebten Klasse nicht zumutbar. Das hat nun auch der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte eingesehen und den Weg von Kreuzbruchhof und von Rowa nach Burg Stargard als gefährlich eingestuft. Für Laura aus Kreuzbruchhof bedeutet dies, dass ihr nun wieder das Busticket kostenlos zur Verfügung steht. Ihr Bruder Martin Strübing hat bestätigt, dass seine Schwester nun wieder den Schulbus nutzen kann.

Der Bruder und der Rest der Familie der Schülerin haben einen langen Atem bewiesen. In den Schuljahren zuvor ist Laura mit einer kostenlosen Schülerfahrkarte immer mit dem Bus nach Burg Stargard zur Schule gefahren. In diesem Schuljahr sollte jedoch alles anders sein. Der Landkreis hatte inzwischen seine Satzung geändert. Demnach übernimmt er nur noch die Kosten für den Schulbus, wenn die Jungen und Mädchen ab Klasse 7 einen Weg von mindestens vier Kilometern zurücklegen müssen. Nur wenn der Schulweg als gefährlich eingestuft wird, gilt eine Ausnahme.

Stattdessen sollte Laura den kürzesten Fußweg zwischen Wohnung und Schule nutzen. Dabei tobt auf der Kreisstraße zwischen Burg Stargard und Neubrandenburg der Verkehr. Einen Gehweg gibt es hier nicht. Wenn sich Lkw und Pkw begegnen, wird es dort schon mal eng. 

Der Landkreis hatte den ersten Widerspruch von Lauras Eltern abgelehnt. „Der Weg ist nicht gefährlich genug“, hatte Bruder Martin Strübing damals sarkastisch auf die Ablehnung reagiert. Erneut hatten die Eltern Widerspruch eingelegt. Selbst Bündnis 90/Die Grünen und Burg Stargards Bürgermeister Tilo Lorenz hatten sich dafür eingesetzt und an den Landrat appelliert, den insgesamt sieben betroffenen Schülern die kostenlose Schulfahrt zu ermöglichen.

Die Protestwelle ist am Landkreis nicht unbemerkt vorbei geschwappt. Jetzt haben sich die zuständigen Mitarbeiter vor Ort noch einmal umgeschaut und eingesehen, dass der Weg sehr wohl als gefährlich einzustufen ist.