Dokumentarfilmfestival:

Schüler vergeben Gütesiegel für Filme

Das Neubrandenburger Dokumentarfilmfestival "dokumentART" hat auch Filme im Programm, die sich speziell an Kinder und Jugendliche richten. Die Schüler im ZiSch- und KidZ-Projekt haben einige vorab schon einmal bewertet.

Das Dokumentarfilmfestival "dokumentART" findet in diesem Jahr zum 22. Mal statt.
Das Dokumentarfilmfestival "dokumentART" findet in diesem Jahr zum 22. Mal statt.

Was ist eigentlich ein Dokumentarfilm? „Ein Film mit Dokumentaraufnahmen, der Begebenheiten und Verhältnisse möglichst genau, den Tatsachen entsprechend zu schildern versucht“, so erklärt es die Dudenredaktion. Wer es noch genauer wissen will, kann sich in Neubrandenburg selbst Dokumentarfilme ansehen. Vom 18. bis zum 22. Oktober läuft hier das Filmfestival „dokumentART“ mit 46 internationalen Beiträgen. Auch speziell für Kinder und Jugendliche gibt es im Programm zwölf Filme. ZiSch- und KidZ-Projektschüler durften einige davon schon vorab ansehen und ihnen als Filmkritiker selbst Gütesiegel verleihen. Zu sehen sind die Filme für alle am Montag, den 21. Oktober, in der KinderdokART und am Dienstag, denn 22. Oktober, in der JugenddokART, jeweils von 9 bis 11 Uhr im Kino Cinestar in Neubrandenburg. 

Die Lehrerinnen Simone Gehlen und Grit Sprünken von Kranichschule Neubrandenburg:

Über den Film „Exercise“ haben wir teilweise herzhaft gelacht. Die Kinder fanden die jungen Füchse niedlich. Die haben auf dem Trampolin miteinander gekämpft oder gespielt und sich dabei überschlagen. Einer kam nicht klar und ist heruntergefallen. Das sah wie bei uns Kindern aus. Beim Schluss ist man überrascht. Warum ist das Trampolin kaputt? Haben es die Füchse kaputt gebissen? Die Musik hat gut gepasst. Man konnte zum Beispiel eine Flöte und ein Xylophon hören. Klanghölzer waren auch dabei. Die kennen wir auch. Die Musik klang so lustig, wie auch die Füchse sind. Die Töne springen hoch und runter wie sie. Der Film hat einen Preis verdient. Er ist aber zu kurz. Eines der Kinder vergibt 10 von 10 Punkten, ein anderes nur einen. Einige erzählten auch, dass sie auch ein Trampolin im Garten haben. Manches Trampolin ist auch etwas kaputt. Unsere Schüler können sich sehr gut mit dem Inhalt des Films identifizieren. In der Altersgruppe der sechs- bis zehnjährigen ist der Film gut eingeordnet.

Lilly Eikermann, 12. Klasse, Deutsch-Polnisches Gymnasium Löcknitz:

In dem Kurzfilm „Die Bushaltestelle“ berichten Jugendliche von Vorurteilen und Gewalt, aber auch von Verständigung. Hauptpersonen sind die 14 jährige Hosna Hakim und ihr kleinerer Bruder, deren Eltern aus Afghanistan stammen. Die Geschwister selbst fühlen sich als Deutsche und wollen Vorurteile aus dem Weg schaffen. Sie erzählen von einer für sie alltäglichen Situation: An einer Bonner Bushaltestelle treffen Tag für Tag 1800 Schüler von fünf verschiedenen Schulen aufeinander. Dies läuft nicht reibungslos ab. Häufig eskalieren die Situationen und es kommt zu Gewalt aufgrund von Vorurteilen zwischen den Schülern der verschiedenen Schulen. Durch ein gemeinsames Sportfest haben die Schüler aber einen Weg gefunden, um diese Vorurteile zwischen den Schulen langsam abzubauen und Integration und Verständnis aufzubauen. Obwohl die Thematik des Filmes anspruchsvoll ist, wurde sie für Jugendliche leicht verständlich dargestellt. Ein spannender, kreativer und schlauer Film über ein ernstzunehmendes Thema.

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