17-Jährigen sichern sich IHK-Preis :

Schülerfilm zeigt Neubrandenburgs schönste Seiten

Viele junge Leute beklagen, dass in Neubrandenburg zu wenig los ist. Jugendliche aus dem Albert-Einstein-Gymnasium hingegen stellen die Viertorestadt in einem Kurzfilm als "Idylle für Gestresste" vor.

Lukas Krüger und Frauke Springer haben mit ihrem Film die Schulpreis-Jury überzeugt.
Marcel May Lukas Krüger und Frauke Springer haben mit ihrem Film die Schulpreis-Jury überzeugt.

Wo finden Frischverliebte aus der Großstadt Zuflucht, wenn die ersehnte Zweisamkeit ständig von der Mutter gestört wird? Wenn man keinen Platz für sich alleine hat, weil das Mietshaus laut ist, die Straßen überfüllt sind, der Verkehr von früh bis spät tost? In Neubrandenburg, meinen Frauke Springer und Lukas Krüger vom Albert-Einstein-Gymnasium und drehten mit ihrer ehemaligen Klasse 10b zusammen den Kurzfilm "Warum sollte man nach Neubrandenburg kommen?" Und gewannen damit 1000 Euro - nämlich für den 2. Platz im IHK-Schulpreis-Wettbewerb.

Mit den Vorbereitungen begonnen hatten die Jugendlichen noch vor den Sommerferien. "Ich wollte eigentlich ein ganzes Drehbuch ausarbeiten", erzählt Lukas. "Aber Frauke war für einen lockeren Szenenplan, der viel Raum für Improvisation lässt." Von dieser Kombination aus Organisationstalent und kreativem Chaos profitierte das ganze Projekt. Lukas, der beruflich mal in der Theaterregie arbeiten möchte, behielt die Übersicht. Frauke, die sich ein Leben als Schauspielerin vorstellen kann, setzte auf Spontaneität.

Bei Klassenausflug oder Kanutour - die Kamera war immer dabei. Auch in der Freizeit legten Lukas und Frauke Sonderschichten ein und filmten die schönsten Sehenswürdigkeiten ihrer Stadt. "Besonders haben wir uns über das Hotel am Ring gefreut, das uns kostenlos in einem Hotelzimmer drehen ließ - während die Konzertkirche eine Gebühr verlangt hätte", so Frauke.

Der Imagefilm erzählt vom Kontrast zwischen dem Großstadtleben in Berlin und dem ruhigen Neubrandenburg. Ein gestresster Büroangestellter entkommt seinem Alltag zwischen Krawattenbinden, Hetze zum Arbeitsplatz und Straßenlärm, indem er ein Studium in Neubrandenburg beginnt. Hier kann er entspannt unterwegs sein und findet sogar seine große Liebe.