Strafe angehoben:

Schwarzfahrer brauchen bald deutlich mehr Taschengeld

Da gilt keine Ausrede: Wer im Stadtbus ohne gültigen Fahrschein erwischt wird, muss statt 40 demnächst 60 Euro Strafe berappen. Zwar kosten die Kontrollen mehr, als das Bußgeld einbringt, dennoch gibt es gute Gründe.

Schwarzfahren wird in Neubrandenburg teurer.
Arne Dedert Schwarzfahren wird in Neubrandenburg teurer.

Die Strafe fürs Schwarzfahren wird erheblich teurer: Wer in den Neubrandenburger Stadtbussen ohne Fahrschein erwischt wird, muss ab 1. Juli 60 Euro berappen. Bisher waren als „erhöhtes Beförderungsentgelt“  nur 40 Euro fällig.

Die deutschlandweit in Kraft tretende Erhöhung geht auf einen Beschluss des Bundesrats zurück, erklärt Anja Hünemörder, Pressesprecherin der für den Stadtbusverkehr zuständigen Stadtwerke neu.sw. Dass dem Unternehmen jetzt großartige Mehr-Einnahmen ins Haus stehen, sei aber nicht zu erwarten: Rund ein Viertel der Schwarzfahrer bleiben die Summe schuldig, trotz Strafanzeige.

Rund 500 „blinde Passagiere“ jährlich werden in den Neubrandenburger Stadtbussen ertappt. Die Zahl ist zurückgegangen, seit der Einstieg nur noch durch die vordere Tür gestattet wird, berichtet Anja Hünemörder. Bundesweit gehen Verkehrsexperten von einer Schwarzfahrer-Quote von 3,5 Prozent in Bussen und Bahnen aus.

Bei einem Verzicht auf Kontrollen allerdings würde die Zahl der Schwarzfahrer wieder in die Höhe schnellen, ist die Stadtwerke-Sprecherin überzeugt. Daher nehme das Unternehmen auch in Kauf, dass die Kontrollen etwa dreimal so viel kosten, wie die Strafen einbringen. Stichprobenartig sind die Fahrscheinkontrolleure in den Neubrandenburger Stadtbussen unterwegs. „Der Anteil der Zeiten, in denen kontrolliert wird, beträgt im Vergleich zur effektiven Fahrzeit etwa vier Prozent“, erklärt Anja Hünemörder.

 

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