Futtersuche ohne Gnade:

Schweine pfeifen auf die Totenruhe

Eine Rotte Schwarzwild ist in den Friedhof eingedrungen und hat ein Bild des Schreckens hinterlassen. Der Gegenschlag ließ nicht lange auf sich warten und war blutig. 

Das schafft kein Maulwurf ...
Ingmar Nels Das schafft kein Maulwurf ...

Der derzeitige Zustand des Neuen Friedhofs hat Nordkurier-Leser Kurt Rekow entsetzt. Etliche Wege sind aufgewühlt. Bis an die Gräber heran hat Schwarzwild den Boden bearbeitet. Die Schweine pfeifen auf die Totenruhe bei der Suche nach Futter. Das finden sie auf dem Friedhof, denn es stehen viele Eichen auf dem Gelände. Die Spuren sind allerdings schon etwas älter, klärt Andreas Vogel von der Stadtverwaltung auf. „Wir bringen das nach und nach in Ordnung“, verspricht er. 

Die Rotte aus ehemals acht Tieren wird wohl einen Bogen um den Friedhof machen, denn nach der Schweinerei wurde gezielt Jagd auf sie gemacht, wie Stadtförster Carsten Düde sagt. Zwei Tiere habe man erschossen. „Das haben sich die anderen gemerkt“, sagt der Förster.

Eine dauerhafte Lösung könne aber nur ein sicherer Zaun sein, der die Eindringlinge abhält. Und daran arbeite man gerade, sagt Andreas Vogel. Denn selbst wenn eine Rotte nun abgeschreckt ist, könnte die nächste Schweinegruppe kommen. Nicht nur im Mühlenholz lebt Schwarzwild, sondern auch im Burgholz, Brodaer Holz und im Nemerower Holz.

Kurt Rekow sieht ein Problem darin, dass der Friedhof fünf Tore hat, die abends permanent offen stehen und neben Wildtier auch Vandalen einladen. „Umgekippte Papierkörbe, umgekippte Bänke und geklaute Wasserhähne“, fasst er seine Eindrücke zusammen. Rekow geht zweimal am Tag am Friedhof spazieren. Er schlägt vor, die Tore zu schließen, wenn es dunkel ist. Andreas Vogel nimmt den Vorschlag auf, sieht die Ursache für den Wildschaden aber eher in den Zäunen.

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