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Schweine stürmen durchs Freibad

Sommer und Sonne passen in Friedland perfekt zusammen, erst recht, wenn das Schwimmbad wieder seine Pforten öffnet. Das hatte allerdings vor kurzem ganz außergewöhnliche Gäste, die einiges durcheinanderwirbelten.

Schweine haben im Freibad Friedland wilde Sau gespielt.
Paulina Jasmer/Eric Isselée(Fotolia)/Montage: NK Schweine haben im Freibad Friedland wilde Sau gespielt.

Sie kamen mit Karacho aus Richtung Woldegker Chaussee: drei Wildschweine, vermutlich in völliger Panik am helllichten Tag. Sie brachen nebeneinander durch drei Stahlzaun-Felder des Friedländer Schwimmbades und polterten übers sechs Hektar Areal, in Richtung Kasse. „Vorbildlich“, sagt Techniker Jens Schönfeld und kann schon wieder lachen. „Sie wollten wohl bezahlen, aber die Kasse war noch gar nicht besetzt“, nimmt er es mit Humor.

Er ist froh, dass die Tiere in kein Becken gestürzt sind. Sie hätten sich verletzten oder aber das Becken kaputt machen können. Stattdessen fiel ihnen ein weiterer Zaun zum Opfer, denn obwohl sich das Friedländer Schwimmbad gerade saisonfein macht, wollten die Wildschweine dort nicht bleiben und demolierten sich durch den nächsten Zaun, um wieder in die Freiheit zu kommen. Das ist vor wenigen Tagen passiert.

Mannschaft steht ab 1. Mai in Bereitschaft

Von diesem tierischen Intermezzo ist aber nichts mehr übrig geblieben. Alle Zäune sind schon wieder repariert. Kein Wunder, das Friedländer Schwimmbad steht kurz vor der Saisoneröffnung, da muss alles in Schuss sein. Zurzeit schrubben Jens Schönfeld, Schwimmmeister Dirk Meier, Rettungsschwimmerin Annerose Temmel sowie die Kassiererinnen Beate Chirek, Marion Klemantowitz und Evelin Meyer die Becken. Mit Wasserschlauch und Schwamm geht es den Herbst- und Winterresten an den Kragen. Altes Laub, das im Bassin schwimmt, muss weg.

Ab 1. Mai sind Jens Schönfeld und seine Kollegen in Bereitschaft, was die Schwimmsaison betrifft. „Aber erfahrungsgemäß geht es erst Mitte Mai los, das hängt alles vom Wetter ab“, sagt er. Jeder Tag verursacht Kosten von etwa 300 Euro, allein für den Strom. Und wenn dann das Wetter nicht mitspielt, schnellen die Kosten in die Höhe. Da wäre es also unsinnig, gleich am 1. Mai, wenn das Wetter vielleicht noch gar nicht recht zur Freiluft-Saison einlädt, mit voller Mitarbeiter-Kraft zu starten. Im vergangenen Jahr öffnete das Schwimmbad übrigens am 22. Mai.