Verhängnisvoller Griff nach der Steckdose:

Schwere Vorwürfe nach Stromunfall in Kita

Ein abgebrochener Stecker hat in einer Neubrandenburger Kindereinrichtung zu einem Verhängnis geführt. Jedoch wurde zunächst versäumt, den Rettungsdienst zu alarmieren. Eltern der betroffenen Vorschulkinder erstatteten deshalb Anzeige.

Zwei Vorschulkinder mussten ins Krankenhaus, nachdem sie einen abgebrochenen Stecker aus der Dose ziehen wollten. Doch statt der 112 rief die Erzieherin zuerst die Eltern an. Foto: © JackF-Fotolia.com
JackF - Fotolia Zwei Vorschulkinder mussten ins Krankenhaus, nachdem sie einen abgebrochenen Stecker aus der Dose ziehen wollten. Doch statt der 112 rief die Erzieherin zuerst die Eltern an. Foto: © JackF-Fotolia.com

Ein verhängnisvoller Moment hat am vergangenen Mittwoch in einer Neubrandenburger Kindertagesstätte dazu geführt, dass zwei Kinder ins Klinikum eingeliefert werden mussten und der Kita eine Anzeige ins Haus steht. Von einem „unglaublichen Vorfall“ berichten Eltern, nachdem zwei Sechsjährige in der vergangenen Woche in „Fröbels Spielwiese“ in der Neubrandenburger Südstadt einen Stromschlag erlitten hätten. 

Als die Kinder den Netzstecker eines Rekorders aus der Steckdose zogen, sei einer der beiden Stifte abgebrochen und stecken geblieben. Unvermittelt hätten die Kinder versucht, den Stift aus der Strom führenden Steckdose zu ziehen. Erst auf Drängen der Mutter, so heißt es weiter, sei nach einer Stunde der Rettungsdienst gerufen worden. Die Kinder seien dann mit Verdacht auf Herzrhythmusstörungen ins Krankenhaus gebracht worden.

Die Kita-Leitung hatte sich auf Nordkurier-Nachfrage zu dem Vorfall nicht äußern wollen und auf den Träger verwiesen. „Es stimmt, dass die Erzieherin nicht sofort die 112 gewählt, sondern zuerst die Eltern der Kinder informiert hat. Das war ein Fehler“, bekannte Hanka Parusel, Regionalleiterin des Jugend- und Sozialwerks JuS. Es sei sicher der Aufregung in einer solch außergewöhnlichen Situation geschuldet, will Hanka Parusel ihrer Mitarbeiterin zugutehalten.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung

Kommentare (14)

... ist, dass die Kinder an unter Strom befindlichen Steckern Hand anlegen durften bzw. an Stecker in Steckdose kamen.

Es handelt sich hier nicht um einen Fehler, versäumt zu haben, sofort den Rettungsdienst anzufordern, sondern um den Ausdruck nicht zu überbietender Dummheit. Damit ist der Nachweis gelungen, daß diese Erzieherin zur verantwortlichen Beaufsichtigung und zu einer selbständig richtigen Entscheidung außerstande ist.

Bei einem Kommentar wie diesem, muss ich leider zugeben, handelt es sich offensichtlich nicht um eine begründete Stellungnahme oder eine konstruktive Kritik, sondern lediglich um einen (ich zitiere) "Ausdruck nicht zu überbietender Dummheit". Wen, in der Lage der Erzieherin, bringt denn so ein Kommentar weiter? Fehler passieren, und ich will das hier ja auch gar nicht schönreden, aber auch in einem solchen Maße sind sie verzeilich. Einberechnet der "medialen Übertreibung" ist ja alles nochmal relativ gut gegangen, und ich finde als betroffene Erzieherin, ist es nicht angenehm einen solchen unterqualifizierten Kommentar lesen zu müssen. Fehler macht jeder und überall und natürlich der eine größere und der andere kleinere. Aber wie hättest du als Erzieherin reagiert? 2 Kinder fassen, unbewusst der Gefahr, in eine Steckdose, und du musst handeln! Bei sowas sieht man ja womöglich nicht gleich eine Verletzung, oder denkt sofort an mögliche Herzrhythmusstörungen. Man überlegt: Rettungswagen sofort anrufen oder doch erst die Eltern? Und man hat eine 50/50 Chance es genau falsch zu machen. Wie schon Hanka Parusel in dem Artikel formuliert hat, ist so ein Fehler sicher auch der außergewöhnlichen Situation geschuldet. Diese eine falsche Entscheidung als Nachweis für das nicht fällen können richtiger Entscheidungen und eine Unfähigkeit mder Beaufsichtigung darzustellen, finde ich außerdem sehr übertrieben und beleidigend. (Genau wie das mit der "nicht zu überbietenden Dummheit") Außerdem glaube ich nicht, dass die Erzieherin unbedingt nicht den Krankenwagen rufen wollte! Sie wollte lediglich vielleicht eine, bei einem solchen Ereignis berechtigte, Stellungnahme der Eltern. Und da man nicht weiß, was bei dem Gespräch herausgekommen ist, sollte man keine übereilten Verulteilungen verbreiten! Mit freundlichen Grüßen

Hallo, Nils. Offensichtlich sind Sie über die Wirkungen und Folgen eines Unfalls durch Einwirkung des elektrischen Stromes nur unzureichend informiert. Das verüble ich Ihnen nicht, aber berücksichtigen Sie bitte, daß es um Sekunden geht, um medizinisch fachlich kompetente Hilfe durch Rettungssanitäter zu organisieren. Wenn erst die Eltern angerufen bzw. um Rat gefragt werden sollen, kann ein EKG erst mit Verspätung Auskunft geben, ob es Herzrhythmusstörungen gegeben hat. Unter "Fehler" verstehe ich ein unangebrachtes Handeln trotz besseren Wissens, hier aber wurde im Sinne der sofortigen medizinisch notwendigen Hilfe gar nicht gehandelt ! Also weder richtig noch falsch, sondern unterlassene Hilfeleistung nennt sich das im strafrechtlichen Wortschatz. Und so einer Erzieherin würden Sie doch Ihr eigenes Kind, falls Sie eines haben, doch auch nicht anvertrauen wollen, oder gehen Sie sehender Weise vielleicht Ihrem familiären Unglück entgegen ?

Um Sie herum muss es einsam sein, verehrter Leon. Lauter Menschen ohne Fehl und Tadel. Ich mache jeden Tag Fehler, oft genug auch wider besseren Wissens. Schlauer ist man immer wieder hinterher. An Ihren Erwartungen würde ich dann zwar scheitern, aber was hilft's.

vorweg… ja ich habe ein Kind in der besagten Vorschulgruppe.. Die Erzieherin hat mit Sicherheit nach ihrem besten Wissen und Gewissen gehandelt und Hilfe geleistet. Warum schreibt man hier, es wurde „gedrängt“ den Rettungsdienst zu rufen? Warum haben die Eltern es nicht, nachdem Sie die Info von der KITA bekamen, selbst getan? Unterlassene Hilfeleistung am eigenen Kind? Kam es denn überhaupt zu einem Stromschlag? Selbst der NK schrieb: “...einen Stromschlag erlitten hätten.” Haben oder hätten? Unfall – Befragung der Kinder – Untersuchung der Kinder – Info an die Eltern und eine GEMEINSAME Entscheidungsfindung bei einem (im Moment) nicht erkennbaren lebensbedrohlichen Zustand. Wo ist das Problem? Über Herzrhythmusstörungen, die ein Mensch von Natur aus mehrere am Tag hat, die evtl. auftreten KÖNNEN, brauchen wir uns nicht weiter unterhalten. Scheinbar haben die betroffenen Elternteile wohl auch versäumt, ihren Kindern den Umgang mit Strom/ Elektrizität und weiteren Gefahren, welche sie mit Sicherheit noch auf dem langen Weg des Erwachsenwerdens begleiten werden, beizubringen!? Ein quentchen Eigenverantwortung für das Handeln eines VORSCHULKINDes darf man wohl erwarten!? Man kann nicht alles den Pädagogen überbügeln! Unfälle passieren immer und überall! Geschieht das jedoch in einer Einrichtung, wo man morgens an der Eingangstür die (Eigen-) Verantwortung abgibt, ist es ein Leichtes, gar mit der Hilfe der Presse und Justitia, eigentliche Opfer in Täterrollen zu drängen. Schlussendlich muss man doch sagen, dass alle Beteiligten, das Personal der Kita und Eltern anderer Kinder dieser Einrichtung, froh darüber sind, dass nichts Schlimmeres passiert ist. Die Kinder sollen aber nicht dabei zusehen, wie böse und herzlos Erwachsene untereinander sein können…

Danke ihnen für dieses Kommentar! Sie reden mir von der Seele! Ich kann in jeden Argument nur zustimmen und bin froh andere kompetente Leute zu sehen, die vernünftig an dieses Thema rangehen! :)

Aha; ein Elektrokardiogramm (EGK) gibt also mit Verspätung über Herzrhythmusstörungen Auskunft? Das ist ja eine neue Erkenntnis in der Medizin!? In welchem Semester bist du eigentlich? :o) Nachsitzen, oder lass es besser, dich auf diesem Gebiet zu versuchen!

Ich freue mich über die kontrovers geführte Diskussion in den Kommentaren, obgleich die Argumente auch an einigen Stellen den notwendigen sachlich richtigen Gehalt vermissen lassen. Selbstverständlich geben die Eltern die Verantwortung ab - an der Türklinke der Kita. Und ab dieser Sekunde haftet die Kita für das Wohlergehen der Kinder, und zwar uneingeschränkt. Und in dringenden Fällen darf die Kita sogar selbständig handeln, ohne vorher die Eltern zu informieren oder um Erlaubnis zu bitten. Und natürlich ist ein EKG in der Lage, auch nachträglich, also nach dem Stromschlag, Auskunft zu geben. (siehe bitte http://derstandard.at/1343744823640/Wenn-scheinbar-harmlose-Stromschlaege-das-Leben-gefaehrden). Im Übrigen bin ich der Auffassung, gewisse Höflichkeitsregeln sollten bei Nutzung einer Kommentarfunktion auch von Wellenreiter eingehalten werden, wie die Form der Anrede Du, wozu es dazu mein Einverständnis nicht gegeben hat, oder die Unterlassung von Aufforderungen zur Beseitigung von angeblichen Bildungsdefiziten durch Nachsitzen. Vielleicht habe ich insgesamt mehr Semester studiert und Studien abgeschlossen, als Wellenreiter an Lebensjahren zählt ? Wer weiß ? Man sollte niemals überheblich sein......

Unter dieser Maßgabe rate ich Ihnen, noch einmal ihren ersten Kommentar zu lesen, in welchem Sie einer Erzieherin - welche Sie vermutlich nicht persönlich kennen - aufgrund eines Fehlers (den man auch wie Erwachsene hätte besprechen können statt damit zur Presse zu laufen) "nicht zu überbietende Dummheit" attestieren und daraus schließend die Befähigung absprechen, ihren Beruf verantwortungsvoll auszuüben.

Ein EKG ist und bleibt eine Momentaufnahme. Bevor man hier medizinischen Unsinn verbreitet und versucht, durch ein offensichtlich nicht Vorhandensein an Grundwissen der Medizin, auf dieser Plattform zu glänzen, sollten Sie, lieber Leon, eine bessere Internetrecherche betreiben, oder leider, wiederum Nachsitzen! Höflichst

Ich weiß, lieber Wellenreiter, es tut weh, wenn man sich Dummheit vorwerfen lassen muß und diese noch dazu abstreitet: Sie haben meinen angebotenen Link zur Aussagekraft eines EKG mit zeitlicher Verzögerung nicht aufgerufen. Vielleicht wissen Sie auch nicht, wie das gemacht wird. Darum kopiere ich Ihnen den Text in den Kommentar hinein: ZITAT: "Herzrhythmusstörungen können auch verzögert auftreten - Daher sollte immer ein Arzt konsultiert werden Ein kurzer elektrischer Schlag, zumeist in der Hand, leichtes Schwindelgefühl, eventuell ein kurzfristig schneller schlagendes Herz, doch damit hat man in der Regel einen Stromschlag im Haushalt auch schon überstanden. Dass es aber zu lebensgefährlichen Herzrhythmusstörungen kommen kann, ist nicht jedem bekannt. Und dass diese manchmal auch zeitverzögert auftreten, ist ein Umstand, der nicht vielen bewusst ist. Die wichtigste Info vorab: Nach einem Stromschlag sollte immer der Notarzt oder ein Krankenhaus konsultiert werden. Erst ein Elektrokardiogramm (EKG) gibt Aufschluss darüber, ob Herzrhythmusstörungen vorliegen. Sollten nach sechs Stunden kardiologischer Untersuchung keine Unregelmäßigkeiten festgestellt werden, so ist die Gefahr in dieser Hinsicht gebannt, sagt der Wiener Kardiologe Martin Gessner im Gespräch mit derStandard.at. Wie kommt es nun zu zeitverzögerten Herzrhythmusstörungen? Laut Gessner kann ein Stromschlag zu einer gravierenden Elektrolytstörung führen, indem sich beispielsweise der Kaliumhaushalt massiv verschiebt. Dadurch wird das Herz hinsichtlich Impulsgebung instabiler, Rhythmusstörungen können daraus resultieren, auch Stunden nach dem Stromschlag. " derstandard.at/1343744823640/Wenn-scheinbar-harmlose-Stromschlaege-das-Leben-gefaehrden Ich hoffe, lieber sachkundiger Kommentator Wellenreiter , Sie sind nun ausreichend informiert über die Notwendigkeit eines EKG und seiner Aussagekraft selbst mit mehrstündiger Verzögerung seiner Anfertigung. Gute Besserung !

da sie es anscheinend immer noch nicht verstanden haben, gar ihre eigenen Kommentare vielleicht nicht mehr kennen...? möchte ich mich gern ein letztes Mal dazu äußern und Hilfestellung geben. Ich beziehe mich dabei auf ihr Kommentar vom 16. Juni 2016, in welchem sie behaupten, dass ein EKG erst mit Verspätung darüber Auskunft geben kann, dass es Herzrhythmusstörungen gegeben hat. Zitat: "... kann ein EKG erst mit Verspätung Auskunft geben, ob es Herzrhythmusstörungen gegeben hat." (Vergangenheitsform) Sprich, das Gerät evtl. abgelaufene (in der Vergangenheit) Rhythmusstörungen des Herzens, z. B. nach einem Stromschlag, darstellen kann. Auf eine Analyse derer, durch das EKG, verzichte ich bewusst ... Das ist und bleibt medizinisch/ technischer Unsinn, welchen sie versuchen, auf dieser Plattform zu verbreiten. Vermutlich, um an ihren getätigten Kommentaren festzuhalten!?? Sie scheinen dermaßen verzweifelt, mürrisch und verbittert, ja gar hilflos, dass sie schon Handlungsanweisungen zum Kopieren und Einfügen eines verlinkten Internetauftrittes, zum Umgang mit Stromschlägen verfassen müssen, anstatt mit Argumenten und Fakten, vorausgesetzt, sie sind fachlich/ sachlich richtig recherchiert, versuchen zu ueberzeugen? Das Verhalten nach einem Stromschlag kennt wohl nun ein jedermann, natürlich dank ihnen lieber Leon!!! Aber darum geht es hier im Moment gar nicht! Und nun? Da ich davon ausgehe, dass Nutzer Leon sich sogar eines Tages vielleicht selbst kommentiert und zum Eigentlichen zurückkehren möchte, werde ich das Thema "Leon und sein Spezial-Wunsch-EKG" für mich persönlich endgültig schließen und ad acta legen. Mit freundlichen Grüssen

Sie haben vollkommen Recht, lieber Wellenreiter, wir befinden uns auf verschiedenen Ebenen. Das wird schon an der Zahl der Rechtschreib- und Interpunktionsfehler, der Zahl von fehlerhafter Groß- und Kleinschreibung ersichtlich, von technischen Zusammenhängen mal ganz abgesehen. Sie streiten, weil Sie Recht behalten wollen, und ich widerlege Sie, weil die Wissenschaft Recht behalten muß. Haben Sie doch bitte die Freundlichkeit, das Zitieren zu erlernen, weil es sonst zu Verfälschungen, in Ihrem Fall sogar zu absichtlichen Falschaussagen, kommt. Niemals habe ich geschrieben, daß ein EKG erst mit Verspätung Auskunft geben kann. Im Gegenteil: Ich habe geschrieben: "Wenn erst die Eltern angerufen bzw. um Rat gefragt werden sollen, kann ein EKG erst mit Verspätung Auskunft geben, ob es Herzrhythmusstörungen gegeben hat. " Über die Auswirkungen fehlerhaften Zitierens können Sie sich anhand der Lebensgeschichten zahlreicher Politikerinnen und Politiker informieren, in deren Lebenswegen nach der Aufdeckung der Zitate es zum Ende ihrer politischen (und damit einträglichen) Laufbahn gekommen ist. Das brauchen Sie nicht zu befürchten, denn wie ich weiß, bekleiden Sie kein politisches Amt. Welches Glück für Sie und uns.