Hilfe kommt übers Telefon:

Seelsorge braucht mehr Mitarbeiter

50 Ehrenamtliche helfen am Telefon, wenn sich Menschen mit Sorgen und in Not melden. Aber die Neubrandenburger Einrichtung braucht dringend 20 bis 30 weitere Mitstreiter.

Sorgen kann man teilen: Pastorin Therese Tröltzsch leitet die Telefonseelsorge in Neubrandenburg. 
Hartmut Nieswandt Sorgen kann man teilen: Pastorin Therese Tröltzsch leitet die Telefonseelsorge in Neubrandenburg. 

Die Telefonseelsorge Neubrandenburg sucht dringend ehrenamtliche Mitarbeiter: „Gegenwärtig arbeiten 50 Frauen und Männer bei uns mit. Es müssten 70 bis 80 sein, damit wir die Seelsorge rund um die Uhr aus eigener Kraft schaffen“, erklärt Pastorin Therese Tröltzsch, die die Ökumenische Telefonseelsorge in der Viertorestadt leitet. Die Ehrenamtlichen sind dabei genau so anonym wie der Standort der Seelsorge. Das bietet den Mitarbeitern Schutz. Darum werden sie auch gebeten, nur Verwandten und Bekannten von ihrem Ehrenamt zu erzählen, die damit umgehen können.

Der Helfer am Telefon sollte nicht in erster Linie versuchen, den Anrufern kluge Ratschläge zu geben. Sondern ihnen Zeit und Raum geben, damit er sprechen kann, sie also gute Zuhörer sind, erklärt Therese Tröltzsch. Jetzt sucht die Telefonseelsorge Neubrandenburg 20 bis 30 Ehrenamtliche - gibt es genug Menschen, die dazu überhaupt in der Lage sind? „Sie werden von uns gründlich vorbereitet“, versichert die Verantwortliche. 

Wer in der Telefonseelsorge Neubrandenburg als ehrenamtlicher Mitarbeiter anderen Menschen helfen möchte, ist gern gesehen. Die Ausbildung beginnt im April. Weiteres erfahren Interessierte bei Therese Tröltzsch, Rufnummer 0395 5683920. Wer schreiben möchte: Telefonseelsorge, Postfach 101107, 17019 Neubrandenburg.