Offener Brief zur Rente:

Seniorenbeirat schickt Kanzlerin Post

Wann wird es gleiche Renten in Ost und West geben? Das wollen die Mitglieder des Beirates wissen – von höchster Stelle.

  
Christian Charisius   

Einen Brief an die Kanzlerin schreiben – warum nicht, sagt Peter Lundershausen, Vorsitzender des Neubrandenburger Seniorenbeirates. Eine Eingangsbestätigung oder gar eine Antwort gab es jedoch bislang nicht. Dass Angela Merkel  antworte, glaube er auch nicht mehr. „Wir wollten aber mit unserem Brief Öffentlichkeit für  die Rentenanpassung im Osten schaffen“, begründet er die Vorgehensweise.

Mit dem Renten-Thema habe sich der Seniorenbeirat, zu dem Vertreter von zahlreichen Vereinen und Verbänden in der Stadt gehören, intensiv befasst. „Wir wollten aber keine Forderungen auf­stellen, sondern nur daran erinnern.“ So habe man auch den Brief formuliert, denn Jahre nach der Verabschiedung des  Rentenüberleitungsgesetzes sei es an der Zeit, Regelungen zu treffen, die die soziale ­Gerechtigkeit zwischen Ost und West, die Herstellung der tatsächlichen Einheit Deutschlands vorantreiben. Man baue auf das Wort der Kanzlerin, dass 2020 die Renteneinheit erreicht wird, sagt Peter Lundershausen.

Die Renten in Ost und West driften jedoch immer weiter auseinander. Die aktuelle Rentenerhöhung  im Sommer fiel für den Osten höher aus als für den Westen. „Allerdings bezieht sich diese Berechnung auf die aktuellen Rentenwerte“, erläutert der Fachmann. Das ist der Wert eines Entgeltpunktes in der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung. Der Abstand der Renten vergrößere sich somit, statt das er sich verringere.

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