Oberbürgermeister-Wahl:

Silvio Witt regiert im Rathaus

Jetzt ist es fast offiziell. Nach der Auszählung der Stimmen liegt der politische Quereinsteiger Silvio Witt klar vor Linken-Kandidat Torsten Koplin. Das ist das vorläufige Wahlergebnis. 

Silvio Witt zieht bald ins Neubrandenburger Rathaus ein.

Der Kabarettist Silvio Witt wird neuer Oberbürgermeister von Neubrandenburg. Der parteilose Einzelbewerber setzte sich am Sonntag in einer Stichwahl laut vorläufigem Endergebnis mit 69,7 Prozent der Stimmen gegen den Landtagsabgeordneten Torsten Koplin (Linke) durch. Er kam auf 30,3 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 42,1 Prozent.

Der 36 Jahre alte Witt hatte bereits im ersten Wahlgang mit 43 Prozent die meisten Stimmen der sechs Kandidaten erhalten. Er tritt die Nachfolge von Paul Krüger (CDU) an, der nach 14 Jahren sein Amt aus Altersgründen aufgibt. Witt wurde für eine Amtszeit von sieben Jahren gewählt. In der Stadtvertretung hat keine Partei eine Mehrheit. Die Linke hat zwölf Abgeordnete, die CDU elf, die SPD neun und die Fraktion Grüne/Piraten vier Sitze.

Witt ist studierter Betriebswirt und war früher Journalist. Nach Rostock ist Neubrandenburg künftig die zweite Stadt mit einem parteilosen Oberbürgermeister in Mecklenburg-Vorpommern. Neubrandenburg ist mit rund 65 000 Einwohnern Kreisstadt des bundesweit größten Landkreises, der Mecklenburgischen Seenplatte, und nach Rostock und Schwerin drittgrößte Kommune im Nordosten.

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Kommentare (2)

Kann man nur sagen. NB hat jetzt die Chancen sich aus dem Klüngel zu befreien. Den Fraktionen mit Ihrem Zwang kann man nur raten mit den OB zusammen zuarbeiten. Ansonsten besteht die Gefahr das auch sie bei der nächsten Wahl in Boden der Bedeutungenslosigkeit fallen.

Verschwörungstheorie Normalerweise kann ich mit dem Namen Witt viel verbinden. Kati Witt und Eislauf, Juwelier Witt für Ringe und Joachim Witt als Goldenen Reiter. Mit Silvio verbinde ich hingegen nicht einmal den Arm. Trotzdem Glückwunsch! Gefragt nach seiner zukünftigen Arbeit kam mehrfach, überraschend ideenlos die Floskel Motivation. Tschaka! Und auf einmal taucht der Mann im feinen Anzug mit Krawatte, doch ohne frische Frisur auf. Die Metamorphose zum üblichen Politiker scheint zu beginnen. Und welche Berufe er laut Medien plötzlich alle hat: Schauspieler(Vorsicht), Unternehmer, Journalist sowie Betriebswirt. So eine Polyprofession ist mir immer suspekt. Spätestens jetzt wird er ja ein festes Einkommen beziehen. Doch auf wen muss ich mich 100 Tage wohlwollend einstellen? Eine kurze Recherche ergab nicht unerträgliche Internetvideos humoresker Auftritte in Buchhandlungen, womöglich unterschwellige Werbeartikel im NK für Shoemakers Railway-Dolmetsche, geringen Wuchs, scheinbare Lieblingsfarbe Lila und gerade den 1. April als bemerkenswerten Amtsantritt. Bis dahin sehe ich nichts Schlimmes. Ein Aprilscherz würde allerdings den Genossen Koplin nachrücken lassen. Angst machen mir Witts Werbeplakate. Nein, nein, nicht sein Antlitz! Die Plakatfarben und die Schriftart kenne ich doch! Genauso wurde doch die vom Volksmund Äppelkahn getaufte linientreu schippernde Rethra beworben. Und Hans Holgerson würde wohl keine Kopien zulassen. Ergo sollte die Frage erlaubt sein: Wer unterstützte den Wahlkampf, die Plakate finanziell? Also WittCall vom Hullerbusch sicher nicht! Nach der Causa Wulff, der bezweifelten Mondlandung und dem windigen Fall Schlothmann wird man nachdenklich. Vielleicht ist ja alles auch ganz anders. Aber! Nicht das wir auf dem nächsten Wahlplakat lesen müssen: Witt macht mit!