Neubrandenburgs Innenstadt wird zur Partymeile:

So läuft das Vier-Tore-Fest

Partystimmung in Neubrandenburg: In der Innenstadt wird das ganze Wochenende bei schönstem Sommerwetter gefeiert. Das Stadtfest bietet für Jung und Alt Möglichkeiten, sich zu amüsieren. Wir haben einige Bilder vom Fest zusammengestellt.

"Neubrandenburg, ich will euch hören!", machte Namika das Publikum in Neubrandenburg heiß.
Jörg Franze "Neubrandenburg, ich will euch hören!", machte Namika das Publikum in Neubrandenburg heiß.

"NA-MI-KA" – mit ihrem persönlichen Song eröffnete Namika am späten Samstagabend ihren Auftritt als Stargast auf dem Neubrandenburger Vier-Tore-Fest. Die Sängerin aus Frankfurt begeisterte mehrere Tausend Leute auf dem Marktplatz mit den Songs ihres ersten Albums "Nador". Bis zum Chartstürmer "Lieblingsmensch" musste das Publikum allerdings eine Stunde warten, dafür ließ Namika ihre Fans auch mitsingen. Kurz vor Mitternacht ging das Konzert zu Ende und der Marktplatz leerte sich. Im Vorprogramm hatte die Neubrandenburger Band Porto den Fans die Wartezeit auf den Stargast so leicht wie möglich gemacht.

Den Tag über hatte das Neubrandenburger Stadtfest mit Strandwetter, Bundesligastart und Ferienwochenende konkurrieren müssen –  die Stadt war am frühen Nachmittag deshalb noch nicht allzu voll. Doch je später es wurde, desto mehr Menschen machten sich bei lauem Spätsommerwetter auf den Weg in die Neubrandenburger Innenstadt.

Fast 60 Objekte bei Kunst und Krempel

Zuvor hatten zum Beispiel die Gäste im Hof des Regionalmuseums schon interessante Einblicke in die Schubladen und Schatzkästchen der Neubrandenburger bekommen. Fast 60 Objekte waren zur Aktion Kunst und Krempel eingereicht worden. Und die beiden Experten staunten vor allem über ein Exemplar nicht schlecht.

Um die Ecke, in der 2. Ringstraße, öffnete um 14 Uhr das Straßencafé des Vereins Fraueneinfälle und bot schattige Plätze, Kaffee und Kuchen: Kirsche, Brombeer, Heidelbeer, mit oder ohne Streusel. "Etwa 20 Stück haben unsere Mitglieder gebacken", sagte die Vereinsvorsitzende Anke Strunk.

Die Familien eroberten vor allem die Turmstraße und das Areal rings ums Stargarder Tor. Dort boten sich Vergnügungen von Hufeisenwerfen und Schach bis zu Kletterwand und Hindernisbahn. Auf den Bühnen am Markt und am Stargarder Tor präsentierten Neubrandenburger Vereine ihr Repertoire, von Cheerleader & Dance Verein bis modern senior Chor.

Handwerk und Bücher am Treptower Tor

Reichlich zu stöbern gab es am Treptower Tor: Im Durchgang boten Handwerker ihre Waren feil, vor dem Tor verkaufte der Lions Club gebrauchte Bücher zum Schnäppchenpreis. "Unsere Handwerkermärkte machen wir seit kurz nach der Wende", erzählte Thomas Steilen, Töpfermeister aus der Neubrandenburger Jahnstraße. Gemeinsam mit drei Handwerker-Kolleginnen hatte er die Stände am Treptower Tor aufgebaut.

Vor dem Treptower Tor stand Micha Teuscher inmitten von prall gefüllten Bücherkisten, vor dem Stand herrscht freundliches Gedränge. "Die Neubrandenburger lesen gern und viel", sagte der Mann vom Lions Club. "Das reicht von Kinderbüchern über Romane bis hin zu russischen Klassikern und Gartenbüchern." Jedes Buch sei für zwei Euro zu haben. "Ich bin auf der Suche nach Thrillern", sagte Monika Kruse und hob ihren Blick von einer der Kisten. Der Bücherstand war ihre erste Station am Sonnabend, danach wollte sie erst mal wieder nach Hause gehen. "Bei der Hitze sitze ich tagsüber lieber im Garten", sagte sie. "Heute Abend kommen wir dann wieder auf den Marktplatz.

Fanfarenstöße auf dem Marktplatz

Gut 20 Grad waren es am Sonnabendmorgen in Neubrandenburg, höher als 26 Grad Celsius sollte das Thermometer nach aktuellen Vorhersagen am Sonnabend aber gar nicht steigen. Bester Wetterbedingungen also für das Vier-Tore-Fest. Ab 10 Uhr ging an an vielen Ecken der Stadt los mit dem Programm.

Wer es bis dahin nicht aus dem Bett geschafft hatte: Für den Weckruf sorgte gegen 10.30 Uhr der Freie Fanfarenzug 1980 auf dem Marktplatz. Zu diesem Zeitpunkt war der Tag der offenen Tür im Standesamt am Friedländer Tor schon im Gange. Andreas Beck, Leiter des Neubrandenburger Standesamtes, erlebte sogar einen Ansturm der Heiratswilligen, die sich Termine für 2017 sichern wollten und schon zur Eröffnung anstanden.

Die Wiese am Stargarder Tor war fest in der Hand der Kinder, die hier Aquafun, Kletterwand oder Hindernisbahn ausprobieren konnten. Auch die Turmstraße bot mit Karussells, Hüpfburgen und Zorb-Wasserbällen den Jüngsten gute Gelegenheiten, ihren Eltern etwas Geld aus der Tasche zu ziehen.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung