Nachwuchs als Helfer in Wahllokalen erwünscht:

Sonntagsdienst macht Wahl möglich

Es ist alles vorbereitet für die Bundestagswahl. Viele Helfer konnten für den Dienst im Wahllokal gewonnen werden. Jetzt müssen sich nur noch die Wähler aufraffen und ihre Stimme abgeben.

René Freitag (r.) und Matthias Lieckfeldt vom Bauhof halfen gestern im Rathaussaal bei den letzten Vorbereitungen für die morgige Wahl.
Anke Brauns René Freitag (r.) und Matthias Lieckfeldt vom Bauhof halfen gestern im Rathaussaal bei den letzten Vorbereitungen für die morgige Wahl.

Sonntagsdienst schiebt wohl keiner so gerne. „Aber es ist ja für die Gemeinschaft“, sagt Heike Schulz. Die Wahlleiterin des Amtes Treptower Tollensewinkel kann bei der Bundestagswahl auf 160 Helfer zählen, die in den Wahlvorständen der 25 Wahllokale und im Briefwahlvorstand arbeiten. Darunter sind neben Ehrenamtlichen aus der Stadt und den Dörfern auch zahlreiche Mitarbeiter aus Gemeinden und Verwaltung, Kindergärten und Bibliothek. Im Amtsbereich Stavenhagen kommen 144 Wahlhelfer in 19 Wahllokalen und zwei Briefwahlvorständen zum Einsatz, so Wahlleiter Joachim Demske. Zumeist sind es sechs Leute pro Wahlraum, so dass ein „Schichtsystem“ möglich ist. Es gebe einen Stamm von Männern und Frauen, die vor jedem Urnengang wieder angeschrieben oder angerufen werden. „Aber nur wenige, die sich freiwillig melden“, sagt Demske. Oft seien es ältere Bürger, die schon seit Jahren den Dienst übernehmen.

Wie er wünscht sich auch seine Treptower Kollegin Heike Schulz, dass junge Leute von sich aus sagen, dass sie bei Wahlen helfen wollen. Bei den Stamm-Helfern sei die Bereitschaft jedoch immer groß. Wer nicht am Wochenende etwas anderes vor habe oder krank sei, auf den kann sie sich auch verlassen.

Die Gemeinden wissen das Engagement ihrer Bürger zu schätzen und versuchen, ihnen den Sonntag so weit wie möglich zu versüßen. Denn die gesetzlich festgelegten 21 Euro Aufwandsentschädigung seien ja eher „Almosen“, so der Kriesower Bürgermeister Michael Korczak. Deshalb gebe es für die Helfer „natürlich ein schönes Frühstück und nachmittags Kaffee“. Gut versorgt werden die Helfer auch in der Gemeinde Rosenow. Wenn’s mit dem Auszählen der Stimmen ab 18 Uhr nicht so lange dauert, geht Bürgermeister Norbert Stettin mit den Wahlhelfern sogar noch zum Abendessen in die Gaststätte.