Wertstoff-Annahmehof schließt:

Müll-Chaos befürchtet

Der Landkreis hat entschieden: Ab dem kommenden Jahr soll es den Wertstoffhof an der Neubrandenburger Straße in Burg Stargard nicht mehr geben. Dagegen regt sich Widerstand.

Der Bargensdorfer Christoph Breßler (rechts) hat großen Anteil daran, dass es den Annahmehof in Burg Stargard gibt. Für ihn kam die Meldung vom Aus ebenso unverhofft wie für Platzvermieter Rene Frehse. 
Bärbel Gudat Der Bargensdorfer Christoph Breßler (rechts) hat großen Anteil daran, dass es den Annahmehof in Burg Stargard gibt. Für ihn kam die Meldung vom Aus ebenso unverhofft wie für Platzvermieter Rene Frehse. 

Der Rowaer Christoph Breßler glaubte am Mittwochmorgen seinen Augen nicht zu trauen, als er den Nordkurier aufschlug. Der Burg Stargarder Annahmehof soll am 1. Januar 2016 schließen, las er da. „Das kann doch nicht sein“, war seine erste Reaktion und:  „Das lassen wir uns nicht bieten“. Er werde den Protest organisieren, wenn notwendig auch über eine Bürgerinitiative.

Auch für Platzvermieter Rene Frehse kam das Aus unverhofft. Erst im vergangenen Jahr hatte er auf eigene Kosten einen neuen Zaun gesetzt, um Ordnung und Sicherheit zu verbessern. Seit der Zaun da sei und die Schranke, stünden nicht mehr so viele Müllsäcke vor dem Tor.  Es würden auch kaum noch Müllsäcke über den Zaun geschmissen. Wenn der Annahmehof schließt, fürchtet er, dass er sich um die Entsorgung von illegal abgestellten Müllsäcken kümmern muss.

Eine Befürchtung, die auch der Holldorfer Bürgermeister Mario Borchardt teilt. „Dann werden wir wieder mehr Müll in der Gegend herumliegen haben“, vermutet das Gemeindeoberhaupt. Durch den Annahmehof habe sich die Situation in den zurückliegenden Jahren verbessert. Es gebe auch jetzt immer noch Leute, die ihren Müll einfach in die Landschaft schmeißen. „Aber der Großteil  ist vernünftig geworden“, so seine Beobachtung. Ob die Leute im kommenden Jahr wegen des Grünschnitts oder des Elektroschrotts nach Neubrandenburg fahren, das bezweifle er.  Es müsse einfach ein Kompromiss gefunden werden, so die Meinung von Mario Borchardt. Notfalls würde sich auch die Gemeinde an den Kosten für einen Wertstoffhof beteiligen.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung