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Spende macht Frauen in Not mobil

Frauen, die zu Hause von gewalttätigen Männern geschlagen oder gedemütigt werden, haben seit 23 Jahren in Neubrandenburg einen sicheren Zufluchtsort. Das Frauenhaus hilft aber nicht nur, es braucht auch Hilfe. Jetzt gab’s wieder welche.

Reinhard Marschner und Susanne Friedrich vom Verein Quo vadis nahmen von Kirsten Weber und Diana Hackmann (von links) von der Weber-Stiftung den Transporter entgegen.
privat Reinhard Marschner und Susanne Friedrich vom Verein Quo vadis nahmen von Kirsten Weber und Diana Hackmann (von links) von der Weber-Stiftung den Transporter entgegen.

Sein schönstes Weihnachts­geschenk hat Reinhard Marschner eigentlich schon weg. Man kann’s kaum glauben, aber es ist ein Kreistagsbeschluss. Als die Politiker festlegten, dass das vorhandene regionale Hilfenetz bestehen bleiben soll, das sei „wie Weihnachten und Ostern an einem Tag“ gewesen, sagt der Geschäftsführer von „Quo vadis“. Der Verein bietet vor allem Beratung und Hilfe bei häuslicher Gewalt an und betreibt in Neubrandenburg das einzige Frauenhaus in der Mecklenburgischen Seenplatte – seit mehr als 23 Jahren.

Eine Aufgabe, bei der die Mitarbeiter oft mit großen menschlichen Problemen konfrontiert werden. Das größte Problem ist jedoch jedes Jahr aufs Neue die Finanzierung und die Personalausstattung – mit zwei geförderten Stellen ziemlich knapp. Das Land ist der Haupt-Geldgeber, der Kreis Kofinanzierer.

So ist der ­Verein froh über jede zusätzliche Unter­stützung, über Geldspenden genauso wie über Bettwäsche, Handtücher, Geschirr oder ­Spielzeug. Ein treuer Partner ist seit einigen Jahren die Günther Weber Stiftung, die das ­Frauenhaus jedes Jahr finanziell unterstützt. Dort weiß man seit längerem, dass ein größeres Auto gebraucht wird und hat nun einen gebrauchten Transporter spendiert.